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Schellnegger Simon

Vorname
Simon
Nachname
Schellnegger
erfasst als
Interpret:in
Komponist:in
Ausbildner:in
Musikpädagog:in
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Pop/Rock/Elektronik
Klassik
Instrument(e)
Viola
Violine
Geburtsjahr
1985
Geburtsort
Graz
Geburtsland
Österreich
Simon Schellnegger

Simon Schellnegger © Wolf-Dieter Grabner

"Simon Schellnegger erhielt seine musikalische Ausbildung am Konservatorium Wien bei Gertrud Weinmeister sowie an der mdw bei Georg Hamann. 2018 diplomierte er mit Auszeichnung. Er ist Musiker am Burgtheater, Leiter einer Violaklasse bei Superar Wien und Preisträger des Fidelio Wettbewerbes.

Weltweite Auftritte als Bratschist u.a. dem Shantel Bucovina Club, Hands&Bits, Acies Streichquartett, Orchester der Volksoper Wien, Wiener TaschenOper, Max Brand Ensemble, Frozen Fritz 4, ViennaWorldOrchestra etc.; an Orten wie der Elbphilharmonie, dem Wiener Konzerthaus, Musikverein Wien, Megaron Athen, Festspielhaus in Erl oder aber auch bei Festivals wie dem Montreux Jazzfestival und dem Roskilde Festival. Die enorme Bandbreite seines Musizierens zeugt von Kreativität auf höchster Ebene." 
Divertimento Viennese: Simon Schellnegger, abgerufen am 18.01.2023 [https://www.divertimentoviennese.at/de/musikerliste/saiteninstrumente/s…]

Auszeichnungen

1998 prima la musica: 1. Platz 
2000 prima la musica: 1. Platz 
2011 Fidelio-Wettbewerb - Konservatorium Wien Privatuniversität: Gewinner i. d. Kategorie "Kreation/Laboratorium/Werkstatt" (Quasi, Lovesong for a broken Pencil) 
2015 Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich: Austrian World Music Award i.d. Kategorie "Publikumspreis" (mit Das Grossmütterchen Hatz Salon Orkestar)

Ausbildung

1992–1993 Graz: Privatunterricht Violine (Dejan Dacic) 
1992–2002 Musikschule Weiz: Violine 
2002–2003 Graz: Privatunterricht Violine (Anke Schittenhelm
2002–2003 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Vorbereitungslehrgang Viola (Christian Euler) 
2003–2006 Konservatorium Wien Privatuniversität: Konzertfach Viola (Friedrich Bauer) 
2007–2011 Konservatorium Wien Privatuniversität: Konzertfach Viola (Gertrud Weinmeister) - BA 
2011–2013 Konservatorium Wien Privatuniversität: Konzertfach Viola - MA 
2014–2018 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: IGP Viola (Georg Hamann) - BA mit Auszeichnung

Tätigkeiten

2013–heute Wiener Konzerthaus: Jugendmusikcoach, Musikvermittler in diversen schulischen Sing- und Orchesterprojekten 
2015–heute Superar Wien: Lehrer (Viola, Kammermusik) 
2019–heute Musikschule Ybbsfeld:  Lehrer (Violine, Viola, Orchester) 
2021–heute Musikschule Purgstall: Lehrer (Violine, Viola, Streicherensemble) 
2022–heute Musikschule der Stadt Wien (Donaustadt): Lehrer (Viola, Ensemble) 
2022–heute Musikschule der Stadt Wien (Ottakring): Lehrer (Violine, Viola, Jazz/Pop-Ensemble)

Musiker in zahlreichen Theaterproduktionen u. a.: Burgtheater Wien, Orchester der Volksoper Wien, Graz Museum (bspw. "Anna – A Headphone Opera"), Wiener TaschenOper

Mitglied in den Ensembles/Bands/Orchestern
2000–2017 Szelko Royal: Komponist, Bratschist (gemeinsam mit Martin Roth (git), Julian Pieber (schlzg, elec), Stefan Schuh (b-git)) 
2004–2007 Capella Calliope: Stimmführer, Bratschist 
2008–2013 String Syndicate: Bratschist (gemeinsam mit Igmar Jenner (vl), Elisabeth Kröpfl (vl), Sophie Abraham (vc), Michaela Koch (vl), Johanna Kugler (vl), Andreas Semlitsch (vl), Milan Maximovic-Stanisic (va), Gergely Koloszvari (vc), Valentin Czihak (db)) 
2010–2016 Das Grossmütterchen Hatz Salon Orkestar: Bratschist 
2010–2011 Ángela Tröndle & MOSAIK (plus strings): Violinist (gemeinsam mit Ángela Tröndle (voc, Komposition), Siegmar Brecher (bcl), Michael Lagger (pf), Valentin Czihak (db), Philipp Kopmajer (schlzg), Igmar Jenner (vl), Andreas Semlitsch (vl), Sophie Abraham (vc)) 
2011–2012 Frozen Fritz4: Bratschist (gemeinsam mit Igmar Jenner (vl), Sophie Abraham (vc), Andreas Semlitsch (vl)) 
2012–2019 Max Brand Ensemble: Bratschist 
2012–heute Hands&Bits: Bratschist (gemeinsam mit Julian Pieber (perc, elec)) 
2014–2018 Acies Quartett: Bratschist (gemeinsam mit Benjamin Ziervogel (vl), Raphael Kasprian (vl), Thomas Wiesflecker (vc)) 
2016–heute Vienna World Orchestra: Violinist (gemeinsam mit Golnar Shahyar (voc), Paul Dangl (vl), Efe Turumtay (vl), Rina Kaçinari-Mikula (vc), Mahan Mirarab (git), Ariel Ramirez (b-git), Jörg Mikula (schlzg)) 
2021–heute Cech Streichquartett: Bratschist (gemeinsam mit Joanna Lewis (vl), Tomas Novak (vl), Arne Kircher (vc)) 
2022–heute Dr. SIMS-Orchester - Musikschulen der Stadt Wien: musikalischer Leiter

Nicola Zarić Quintet: Bratschist (gemeinsam mit Nikola Zarić (akk), Efe Turumtay (vl), Evgenia Pavlova (vl), Lukas Lauermann (vc))

weitere Zusammenarbeit u. a. mit: Ephemér String Quartet, Shantel & Bukovina Orchestra, Ruzicka trifft Piaf, Grazer Kammerorchester, HörenSehenTrio, Wiener Singakademie, Janus Ensemble, Divertimento Viennese, Ulrich Drechsler

Pressestimmen

06. Juni 2017 
über: Lovesongs for a broken Pencil - Hands & Bits (Unit Records, 2017) 
"Stilistisch wirklich eindeutig kategorisieren lässt sich der Sound, den das überaus experimentierfreudige Zweiergespann entstehen lässt, nicht, denn irgendwie ist von allem etwas dabei. Kammermusik trifft auf weltmusikalisch Angehauchtes und basslastig Elektronisches, ein wenig Pop, Folk und etwas Jazziges sind auch noch dabei. Ein bunter musikalischer Mix, der seine Besonderheit vor allem durch den Umgang des Zweiergespanns mit den einzelnen Elementen entwickelt. Mit den Klängen, Tönen, Melodien und Rhythmen wird innovativ umgegangen, kunstvoll experimentiert, sie werden geloopt, gesampelt und in neuer Form vielschichtig zum Ausdruck gebracht. Der Bogen der Stimmung zeigt sich als ein sehr weiter und reicht von hochgradig energiegeladen, tanzbar und ordentlich nach vorne treibendend bis hin zu minimalistischen und fragilen melancholischen Zuständen, die eine ungemeine Dichte und magische Anziehung entwickeln. Hands&Bits malen vielschichtige Klangbilder, die einen ebenso heftig aufrütteln wie auch in schönster Weise in ferne Dimensionen wegschweben lassen. Die Nummern setzen alle ihre eigenen Akzente, sie folgen ihren eigenen Erzählsträngen, die immer wieder ganz woanders hinführen, als man vielleicht zu Beginn erwartet." 
mica-Musikmagazin: HANDS&BITS – "Lovesongs for a broken pencil" (Michael Ternai, 2017)

03. Juli 2012 
über: Ein Ferner Garten: Music For String Quartet - Frozen Fritz4 (Gramola, 2012) 
"Zwei Streichquartette soll Gruber bei seiner Arbeit verschlissen haben, so die 'urban legend', die in Österreich kursiert, bis er mit Frozen Fritz4 die Musiker fand, die seinen an allen Konventionen vorbeischrammenden Intentionen gerecht wurden: die Geiger Igmar Jenner und Andreas Semlitsch, den Bratschisten Simon Schellnegger und die Cellistin Sophie Abraham – und die haben sich in den Dienst einer Sache gestellt, die das weite Ausdrucksspektrum zwischen diversen folkloristischen Strömungen, Pop, Rock und Jazz, Klassik, avantgardistischen Effekten und Kabarett verlangt [...]. Was am meisten begeistert, abgesehen von der so abwechslungsreichen und vom luziden bis zum deftigen reichenden kompositorischen Palette, ist das durchgehend groovende Spiel der vier Protagonisten, die es wahrhaft verstehen, zugleich maximal geerdet und ekstatisch hochfliegend mitzureißen. Humor – teils beißender, teils greller, teils versteckter, teils brillant exaltierter, und stets so eigensinniger wie unmittelbar kommunizierender – ist gewiss eine der Hauptstärken von Gruber, und zugleich liebt er das Morbide, doch das hinreißend Schöne dabei ist, dass seine Morbidität immer auch von Vitalität strotzt. Für selbstmitleidige Sentimentalität und sich selbst wichtig nehmende Weltverbesserei ist da überhaupt kein Platz. Das Leben ist eine Katastrophe, und im selben Moment ist alles (wie schon bei Shabistari und Shakespeare) nichts als Theater und Schein – und darüber muss ein kreativer und einigermaßen mündiger Mensch weder zum Prediger noch zum Zyniker werden, und alles Ernsthafte, existenziell Bedeutsame kann gesagt, gesungen, getanzt, gemalt, gespielt werden, ohne dass unser Geist im Nebel des Bedeutungsschwangeren erstickt zu werden braucht [...]. Ein wild durch die Genres streunender Mordsspaß für Freunde von Überraschendem im Fremden und Bekannten, von verwinkelten Bezügen und drastischen Entdeckungen." 
nmz – neue musikzeitung online: Wild groovende, nah-ferne Gartenblicke mit Showdown: Peter N. Gruber goes String Quartet (Christoph Schlüren, 2012), abgerufen am 19.01.2023 [https://www.nmz.de/online/wild-groovende-nah-ferne-gartenblicke-mit-sho…]

16. Februar 2012 
über: Gallato - Das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar (Eiffelbaum Records, 2012) 
"Franziska Hatz und ihre Bandkollegen Richard Winkler (Saxophon, Klarinette), Simon Schnellnegger (Bratsche), Andi Wilding (Gitarre) und Julian Pieber (Schlagzeug) erschaffen ihren ureigenen und ungemein vielschichtigen Klangkosmos, in dem die in der Klezmertradition gehaltenen Stücke mit Elementen aus der Popmusik, der Balkanfolklore, der Klassik, dem Jazz und verschiedenen südamerikanischen Spielformen angereichert werden. Was entsteht, ist eine wilde und rasante musikalische Achterbahnfahrt, die welche vom ersten Moment an fasziniert. Was das GMH-Orkestar in seinen virtuos und fulminant dargebrachten Stücken bietet, ist schlicht ungemein international klingende Weltmusik auf allerhöchstem Niveau. Das Großmütterchen Hatz Orkestar bietet schlicht eine Mischung, die so außerhalb herkömmlicher Begrifflichkeiten angesiedelt ist, dass es eine wahre Freude ist. Das Debüt "Gallato" ist ein Album, welches einfach Spaß und Lust auf mehr macht, welches das Seele zum Schwingen und die Beine zu Tanzen bringt. Kurz, es ist ein Stück Musik von einer hochtalentierten Truppe, von der man in Zukunft noch so einiges zu hören bekommen wird." 
mica-Musikmagazin: Das Großmütterchen Hatz Orkestar präsentiert "Gallato" (Michael Ternai, 2012)

Diskografie (Auswahl)

2019 Friedrich Gulda/Glenn Gould: The String Quartets - Acies Quartett (Gramola) 
2018 Leoš Janáček: Die Streichquartette - Acies Quartett (Gramola) 
2017 Lovesongs for a broken Pencil - Hands & Bits (Unit Records) 
2014 Terry goes around - Das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar (Eiffelbaum Records) 
2012 Ein Ferner Garten: Music For String Quartet - Frozen Fritz4 (Gramola) 
2012 Gallato - Das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar (Eiffelbaum Records) 
2010 Eleven Electric Elephants - Ángela Tröndle & Mosaik plus strings (cracked anegg records)

als Interpret 
2021 Chrome - Ulrich Drechsler (Liminal Zone Records) 
2021 Coda: Orchestra Suites - Michael Mantler (ECM Records) 
2020 Rendezvous With Marlene - Ute Lemper (Jazzhouse Records) 
2017 Comment C'est - Michael Mantler (ECM Records) 
2013 Evelyn Ruzicka singt Edith Piaf: Une Histoire d'amour (Evelyn Ruzicka/Manus) 
2009 Klang Debüts Jazz (Kunstuniversität Graz (KUG)) // Track 3: Desert Flower; Track 4: Back Or Forth; Track 7: Am Schlossberg; Track 8: In The Wee Small Hours Of The Morning; Track 9: Like A Virgin

Literatur

mica-Archiv: Grossmütterchen Hatz Salon Orkestar

2010 Ternai, Michael: Ángela Tröndle & Mosaik: Eleven Electric Elephants. In: mica-Musikmagazin. 
2010 Ternai, Michael: Angela Tröndle zu Gast im Grazer Orpheum. In: mica-Musikmagazin. 
2011 Ternai, Michael: Das Akkordeon Festival präsentiert das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar & die Ljubinka Jokić Band. In: mica-Musikmagazin. 
2011 Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1: Simon Schellnegger, Bratsche. In: oe1.orf.at, abgerufen am 19.01.2023 [https://oe1.orf.at/artikel/275465/Simon-Schellnegger-Bratsche]. 
2012 Ternai, Michael: Das Großmütterchen Hatz Orkestar präsentiert "Gallato". In: mica-Musikmagazin. 
2012 Ternai, Michael: Das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar unterwegs. In: mica-Musikmagazin. 
2012 Ternai, Michael: Musikalischer Adventkalender: Das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar. In: mica-Musikmagazin. 
2013 Ternai, Michael: Das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar auf sommerlicher Konzertreise. In: mica-Musikmagazin. 
2013 mica: Herbstlärm 2013. In: mica-Musikmagazin. 
2014 Weidinger, David: Porträt: Das Großmütterchen Hatz Salon Orkestar. In: mica-Musikmagazin. 
2014 Ternai, Michael: GROSSMÜTTERCHEN HATZ SALON ORKESTAR – "Terry Goes Around". In: mica-Musikmagazin. 
2015 Schmidl, Clara: "Diese Musik war für mich immer präsent, faszinierend und alles andere als fremd" – FRANZISKA HATZ vom GMHO im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin. 
2015 mica: Austrian World Music Awards. In: mica-Musikmagazin. 
2016 Baldissera, Alexius Ivo: Lovesongs For A Broken Pencil. In: fuxhain.com (23.12.2016), abgerufen am 19.01.2023 [https://fuxhain.com/2016/12/23/lovesongs-for-a-broken-pencil/]. 
2017 Ternai, Michael: HANDS&BITS – "Lovesongs for a broken pencil". In: mica-Musikmagazin. 
2017 Fischer, Robert: Verschiedene Genres mischen, damit Neues entsteht. In: kulturwoche.at (23.09.2017), abgerufen am 19.01.2023 [https://www.kulturwoche.at/musik/3678-verschiedene-genres-mischen-damit-neues-entsteht?highlight=WyJoYW5kcyIsImJpdHMiLCJoYW5kcyBiaXRzIl0=]. 
2020 mica: Porträt Ulrich Drechsler – The Days of Liminal Zone. In: mica-Musikmagazin. 
2021 Ternai, Michael: "Ich will die Leute mit meiner Musik nicht mehr anspringen […]" – ULRICH DRECHSLER im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite: Simon Schellnegger 
SR-Archiv: Simon Schellnegger 
YouTube: Simon Schellnegger 
Soundcloud: Szelko 
Webseite: Hands & Bits 
Facebook: Hands & Bits 
YouTube: Hands & Bits 
Webseite: Divertimento Viennese 
Facebook: Vienna World Orchestra 
cba – cultural broadcasting archive: Kino für die Ohren: Hands & Bits mit "Lovesongs for a broken pencil" (Barbara Belic, 2017)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 20. 5. 2023): Biografie Simon Schellnegger. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/187266 (Abrufdatum: 1. 3. 2024).