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Omerzell Benny

Vorname
Benny
Nachname
Omerzell
erfasst als
Interpret:in
Medienkünstler:in
Komponist:in
Ausbildner:in
Musikpädagog:in
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Pop/Rock/Elektronik
Instrument(e)
Klavier
Keyboard
Hammondorgel
Fender Rhodes
Geburtsjahr
1984
Geburtsort
Egg
Geburtsland
Österreich
Benny Omerzell

Benny Omerzell © Daniel Biegger

"Seine Musik siedelt sich zwischen Pop, Rock, Elektronik und Jazz an; am Klavier, dem Keyboard und der Orgel fühlt er sich wie zuhause. Solo spielt er selten, aber nicht weniger gern. Mit zahlreichen Bands arbeitet er zusammen – wie 5K HD rund um Mira Lu Kovacs, Kompost 3, 5 Achterl in Ehr’n, dem Jazzorchester Vorarlberg. Neben der Musik liebt Benny Omerzell die Physik; ein Faible für Plastilin hat er ebenso: Daraus formt er gerne Figuren, die in Ausstellungen oder auf dem einen oder anderen Albumcover landen. Aufgewachsen ist er im schönen Bregenzerwald; Wien ist seine Wahlheimat."
Bregenzer Wald: Musiker Benny Omerzell, abgerufen am 31.05.2023 [https://www.faq-bregenzerwald.com/akteurinnen/benny-omerzell]

Stilbeschreibung

"Im Schaffen von Benny Omerzell [...] vereinen sich zwei Begabungen. Auf der einen Seite steht das musikalische Wirken als Musiker und Improvisator, auf der anderen das optische Gestalten in "visual arts" und als "Plastilinkünstler". Überdies absolviert er derzeit auch ein Studium der Physik. Das Formen von Dingen – egal ob Plastilin oder Klänge in der Improvisation – entsteht immer aus der spontanen Aktion heraus. "Beim Modellieren mit Plastilin beginne ich immer mit einem formlosen Klumpen und einer gewissen Grundvorstellung wo ich hin will", erklärt Benny Omerzell. "Ich lasse mich dann aber von der in gewissem Grad zufälligen Flexibilität des Materials führen. Bei der Musik ist es ähnlich. Aus der "Zufälligkeit" der Improvisation heraus entwickeln sich Ideen, die dann im weiteren Verlauf so lange bearbeitet und fein geschliffen werden, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin." Schon immer hat der Pianist viel Wert auf Sounds und Klangfarben gelegt, denn ihm sind sie wichtiger als die spezifischen Töne. Im Studio und auch live üben Synthesizer einen klanglichen Einfluss auf Omerzells Musik aus. Doch seine Vorliebe für die alten, großen analogen Keyboards wie Fender Rhodes und Klavier sei eindeutig. Ganz besonders gerne spiele er auf der Hammond-Orgel, so der Musiker. Auf eine musikalische Stilrichtung will sich Benny Omerzell nicht festlegen, denn er spiele eigentlich alles gerne, was ihm gestalterischen Freiraum lässt, groovt und ihn berührt. Seine Musik trägt auch "trashige" Züge. "Musik darf und soll Ecken und Kanten haben, das macht sie lebendig und aufregend", betont der Musiker. "Wenn man den Anspruch an Perfektion ablegt, öffnet das zahlreiche Türen zu frischen Ideen und genau diese Imperfektion kann dann besondere Stärke in die Musik bringen und sogar zur stilistischen Charaktereigenschaft werden." Ideen für Kompositionen entwickeln sich immer aus der Improvisation heraus. "Ich sehe das dann einfach als Spielen und Spaß haben, dann sind die Kanäle offen und es entstehen zum Glück oft wunderbare Dinge." Auch aus diesem Grund liebe er die Freiheit und absolute Offenheit der improvisierten Musik, betont der Pianist."
Vorarlberger Kulturpreis 2017, Kategorie Jazz: Benny Omerzell, S. 21-24, abgerufen am 31.05.2023 [http://www.kulturpreisvorarlberg.at/img/Programheft_Kulturpreis_2017.pdf]

Auszeichnungen

2013 Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich: Förderprogramm "The New Austrian Sound of Music 2014–2015" (mit Kompost 3)
2014 Freundes- und Förderkreis des Jazz in Bremen e.V. (Deutschland): Bremer Jazzpreis (mit Kompost 3)
2014 BAWAG P.S.K.: Next Generation Jazz Award (mit Kompost 3)
2016 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: START-Stipendiat
2017 Casino Bregenz, Sparkasse Bregenz, Amt der Vorarlberger Landesregierung, Österreichischer Rundfunk (ORF) – Landesstudio Vorarlberg: Vorarlberger Kulturpreis "Jazz"  i.d. Kategorie "Jazz" (mit Band der Nominierten aka Birds of a Feather)
2018 IFPI Austria - Verband der Österreichischen Musikwirtschaft: Nominierungen Amadeus Austrian Music Award i.d. Kategorien "Jazz/World/Blues", "FM4 Award", "Best Sound" (mit 5K HD)
2019 Focus Acts - Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport: Förderung (mit 5K HD)
2019 Independent Music Companies Association (IMPALA), Brüssel (Belgien): Nominierung European Independent Album Of The Year (Album "High Performer", 5K HD)
2020 IFPI Austria - Verband der Österreichischen Musikwirtschaft: Amadeus Austrian Music Award i.d. Kategorie "Best Sound" (Album "High Performer", 5K HD)
2020 Österreichischer Rundfunk (ORF) – FM4: Bester Song des Jahres (Song "Happy Fxxxing Life", 5K HD)
2020 Music Moves Europe Talent Award - Europäische Union: Gewinner (mit 5K HD)
2021 IFPI Austria - Verband der Österreichischen Musikwirtschaft: Nominierung Amadeus Austrian Music Award i.d. Kategorie "FM4-Award" (mit 5K HD)

Ausbildung

Vorarlberger Landeskonservatorium, Feldkirch: Konzertfach Klavier

2004 Musikgymnasium Feldkirch: Matura mit Auszeichnung
2006–2008 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Jazzklavier (Harald Neuwirth, Ulrich Rennert)

The Open University (Großbritannien): Fernstudium Physik
weiterer Unterricht u. a. bei: Oliver Kent, Claus Raible

Tätigkeiten

2008–heute Wien: freischaffender Künstler
2010–heute Laub Records: Mitbegründer (gemeinsam mit Lukas Kranzelbinder, Manuel Mayr, Lukas König, Martin Eberle)
2019 Projekt "Ganymed in Love" - Kunsthistorisches Museum Wien: Vertonung eines Gemäldes von Hans Memling unter dem Titel "An Apple A Day" (gemeinsam mit Martin Ptak)
2021 Projekt "Ganymed in Power" - Kunsthistorisches Museum Wien: Vertonung eines Gemäldes von Leonhard Beck unter dem Titel "Dracophobia" (gemeinsam mit Verena Zeiner)
2022 Jugend-Jazzorchester Vorarlberg (JJOV) - Vorarlberger Musikschulwerk: Workshopleiter
2022 Double Check - Netzwerk für Kultur und Bildung: Workshopleiter (Animationsfilm)
2022–heute Musikschule Bregenz: Lehrer (Jazz-Klavier, Improvisation)
2023 Jazzseminar Schönbach: Referent (Klavier)

Mitglied in den Ensembles/Bands/Orchesterm
2005–heute Jazzorchester Vorarlberg: Pianist, Keyboarder
2008–heute Jazzwerkstatt Graz Composers Ensemble: Pianist (gemeinsam mit Johannes Berauer (pf, Komposition), Arnold Zamarin (tsax, Komposition), Philip Yaeger (Komposition), Berndt Luef (Komposition), Ángela Tröndle (voc, Komposition), Jan Balaz (sax), Patrick Dunst (sax), Markus Pechmann (tp), Martin Eberle (tp), Adrian Kleinlosen (tb), Bernhard Neumaier (btb), Mario Stuhlhofer (tp, flh), Alfred Lang (tp, flh), Martin Krusche (acc), Siegmar Brecher (cl), Michael Ringer (db), Valentin Czihak (db), Reinhold Schmölzer (schlzg))
2009 Drechsler: Pianist (gemeinsam mit Ulrich Drechsler (cl, sax), Patrick Zambonin (b-git), Jörg Mikula (schlzg), DJ Zuzee (elec))
2009–heute Kompost 3: Rhodes, Hammond, Pianist (gemeinsam mit Lukas König (schlzg, perc, synth), Manuel Mayr (db, elec), Martin Eberle (tp))
2012 Ulrich Drechlser Trio: Pianist (gemeinsam mit Ulrich Drechsler (cl, sax), Wolfgang Rainer (schlzg))
2017–heute 5K HD: Keyboarder (gemeinsam mit Mira Lu Kovacs (voc), Martin Eberle (tp), Manuel Mayr (db), Andreas Lettner (schlzg))
2017–heute Birds of a Feather: Pianist (gemeinsam mit Veronika Morscher (voc), Fabio Devigili (sax), David Soyza (vib), Andreas Broger (sax), Johannes Bär (tb), Martin Grabher (schlzg))

Aja Soul Group: Keyboarder (gemeinsam mit Aja (voc), Toni Eberle (git), Stephan Reinthaler (b-git), Christian Eberle (schlzg))
Aura:L Sculptures: Pianist, Keyboarder (gemeinsam mit Michael Ringer (b-git, db), Laura Winkler (voc), Valentin Schuster (schlzg), Adrian Kleinlosen (tb, voc))
Omerzell/Siewert/König: Pianist (gemeinsam mit Lukas König (schlzg, perc), Martin Siewert (git))
Yaeger: Keyboarder (gemeinsam mit Andreas Broger (sax), David Cinquegrana (git), Nathan Peck (db), Yonadav Halevy (schlzg), Martin Eberle (tp), Philip Yaeger (pos))

Zusammenarbeitet u. a. mit: Michael Köhlmeier, Peter Herbert, Uri Caine, Bobby Previte, Andreas Schaerer, Leila Martial, Michael Mondesir, Hervé Samb, Soweto Kinch, Andreas Schreiber, Lucas Niggli, Ed Partyka, Flip Philipp, Ulrich Drechsler, Lorenz Raab, Wolfgang Schiftner, Clemens Wenger, Clemens Salesny, Willi Landl, Maria Bill, Fatima Spar, 5/8erl in Ehr'n, Millycent, JazzWerkstatt Wien

Aufführungen (Auswahl)

2011 Benny Omerzell (kybd), Martin Eberle (tp), Christian Eberle (dr), Jazzorchester Vorarlberg - Konzertreihe "Jazz & Reihe", Spielboden Dornbirn: Fanfare II (UA, Daniel Riegler)

Pressestimmen (Auswahl)

21. Oktober 2021
über: Creation Eats Creator - 5K HD (fiveK Records/Ink Music, 2021)
"Auf dem vor einigen Wochen veröffentlichten Album "Creation Eats Creator" und der dazugehörenden Konzert-Tournee verzichten 5K HD nun auf jegliche elektronischen Effekt-Orgien, erschaffen aber auch mit rein akustischen Mitteln ein außergewöhnlich breites, durch zahlreiche rhythmische Finessen, unerwartete Twists und Stimmungsänderungen geprägtes Klangspektrum. Benny Omerzell verzaubert mit fast schon klassisch anmutenden Piano-Exkursionen, beherrscht aber auch den beherzten Griff in den Korpus des Flügels, um die Saiten auf originelle Weise zu manipulieren. Andreas Lettner stapelt Becken übereinander, um seinen Beats ein außergewöhnliches Soundkleid zu verpassen, und Manu Mayr traktiert seinen Kontrabass nicht nur mit den Fingernägeln, sondern gerne und gekonnt auch mit dem Bogen. Martin Eberle zaubert auf Trompete und Zugtrompete eine Vielzahl an Stimmungen, von ungemein kraftvoll bis wundervoll melancholisch, steuert auch lässige kleine Pfeifeinlagen bei und singt die zweite Stimme. Mira Lu Kovacs kristallklarer, in höhere Sphären führender Gesang integriert sich wie ein weiteres Lead-Instrument perfekt in den musikalischen Reigen, steht aber zugleich mit ihren aussagekräftigen Texten stets im Mittelpunkt des Geschehens. Besonders intensiv wird es immer, wenn Trompete und menschliche Stimme miteinander verschmelzen. In ihren akustischen Varianten erscheinen die 5K HD näher, wärmer, unmittelbarer – emotional stärker aufgeladen. Aber egal ob elektronisch oder akustisch - 5K HD ist ein auf einen perfekten Gruppensound ausgelegtes Ensemble aus Individualisten, das durch dieses "Unplugged"-Projekt sowohl in seiner Spiellust als auch in seiner Kreativität einen neuen Schub erfahren hat [...]."
Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft: What a Happy Fxxxing Concert! - 5K HD begeistern auch "unplugged" das zahlreich erschienene Spielboden-Publikum (Peter Füssl, 2021), abgerufen am 01.03.2023 [https://www.kulturzeitschrift.at/kritiken/musik-konzert/what-a-happy-fx…]

10. Jänner 2020
über: Peshk - Orges & The Ockus-Rockus Band (Toçe Records, 2020)
Nach "Aheng, Aheng" und "Export-Import" folgt nun das dritte Album des Gitarristen und Sängers Orges Toçe. Es steht im Zeichen der Rebellion, des Gegen-den-Strom-Schwimmens – nicht umsonst trägt es den Titel "Peshk", übersetzt "Fisch". Die Musik reißt mit, die Texte sind kritisch und sprechen gesellschaftliche sowie politische Probleme an. Auch wenn man die teilweise deutschen, englischen und spanischen, zu großen Teilen jedoch albanischen Texte oft nicht direkt versteht, drückt die Musik allein schon viele der Inhalte aus und trägt eine unglaubliche Energie in sich [...]. Der aus Albanien stammende Orges Toçe (Vocals, Gitarre) und seine Mitmusiker Bernd Satzinger (Kontrabass) und Christian Marquez-Eberle (Drums) erzeugen auf "Peshk" eine mitreißende Energie, der man sich kaum entziehen kann. Die erstklassigen Gastmusiker tun ihr Übriges: Andrej Prozorov (Saxophon), Michael Hornek (Keys), Benny Omerzell (Keys) und Milos Todorovski (Akkordeon). Die unverkennbare, rauchige Stimme des Frontmans ist mal schmeichelnd und spitzbübisch, mal fordernd, mal melancholisch. Dann heizt sie plötzlich wieder ein wie verrückt und Orges Toçe bringt alle Facetten der albanischen Sprache zum Klingen, bis man richtiggehend glaubt, jedes seiner Worte trotz Fremdsprache verstehen zu können [...]."
mica-Musikmagazin: ORGES & THE OCKUS-ROCKUS BAND – "PESHK" (Yvonne-Stefanie Moriel, 2020)

09. September 2019
über: High Performer - 5K HD (fiveK Records)
""High Performer" ist ein in sich schlüssiges, ausgewogenes Album voller liebevoller Details und Experimente, die uns jedoch nicht mit Stilbruch-Explosionen erschrecken, sondern sich eher subtil ins Unbewusste schieben und dort eine unterschwellige Spannung erzeugen. Eine Spannung in der wir heute alle Leben: uns Wertschätzung und Liebe über Leistung und Erfolg holen zu wollen und der immer deutlicher werdenden, aber noch leisen Ahnung, was die wichtigen Dinge im Leben sind, die uns glücklich machen. Vielleicht sind es die Beziehungen zu den Menschen, die wir Lieben. Vielleicht ist es die Achtsamkeit unseren Mitmenschen und der Umwelt gegenüber. Vielleicht ist es auch einfach ein gutes Gespräch, ein nettes Abendessen, ein Waldspaziergang. Ganz sicher ist es das Lauschen dieser außergewöhnlichen Band und diesen kunst- und liebevoll geschriebenen und gespielten Songs, die uns auch über eine andere Seite des "high Performen" nachdenken lassen [...]."
Österreichischer Rundfunk (ORF) – FM4: 5K HD "High Performer": Hochleistungspop gegen die Leistungsgesellschaft (Andreas Gstettner-Brugger, 2019), abgerufen am 22.06.2022 [https://fm4.orf.at/stories/2991125/]

23. Mai 2019
über: Abyss/Aloft - Kompost 3 (LP; JazzWerkstatt Records, 2019)
"Zum zehnjährigen Band-Jubiläum beschenken sich Kompost 3 selber und ihre zahlreichen Fans mit einem kaum zu überbietenden musikalischen Gegensatzpaar: "Abyss" und "Aloft". "Abyss" führt von der mythologischen Bedeutung her in die Tiefe, in die Unterwelt, ins Totenreich, in den Abgrund. Trompeter Martin Eberle, Keyboarder Benny Omerzell, Bassist Manu Mayr und Drummer Lukas König laden randvoll mit Elektronik aufgerüstet zur Expedition in dunkel verhallte Klangwelten ein und entwerfen vielschichtige, polyrhythmisch verschachtelte Soundscapes, in denen sich die einzelnen Instrumente manchmal fast aufzulösen scheinen. Der Einfluss des hippen Elektronic-Pop-Projekts 5K HD, das die vier Musiker äußerst erfolgreich mit der Schmids Puls-Sängerin Mira Lu Kovacs betreiben, auf die ausgedehnten Soundtüfteleien im Studio, ist unüberhörbar. Aber Kompost 3 ließen sich niemals auf nur eine Richtung festlegen, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass es mit "Aloft" im krassen Gegensatz zum Vorgängeralbum, das bereits letzten Herbst erschienen ist, nun wieder in lichte Höhen empor geht, was zugleich eine Rückkehr zu konventionelleren Kompositionstechniken und eine Konzentration auf akustisches Instrumentarium bedeutet. Jeder habe zuhause komponiert, erzählt Eberle, dann wurde innerhalb von eineinhalb Tagen jedes Stück dreimal eingespielt - ohne Trennwände, ohne Kopfhörer - und schließlich einer von den Takes ohne Nachproduktion verwendet. Es habe Spaß gemacht, im Gegensatz zum aufwändig produzierten, total hochstilisierten "Abyss" wieder einmal "back to the roots" zu gehen und klassisch jazzmäßig zu produzieren  [...]. Der Ausdruck "klassisch jazzmäßig" ist natürlich ohnehin nach Kompost 3-Kriterien zu verstehen, was heißen soll: Höchst kreativ und vollgestopft mit unkonventionellen Ideen, rhythmische und harmonische Achterbahnfahrten, unerwartete Soundkonstellationen und ein buntes Spektrum an Stimmungen, stilistische Vielschichtigkeit und exzellente Soli. Viele Kompost 3-Stücke gleichen musikalischen Wundertüten, die mit Überraschungen vollgestopft sind, wobei das Spektakel niemals auf Kosten der musikalischen Substanz abgefeiert wird [...]."
Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft: Kompost 3: Abyss/Aloft (Peter Füssl, 2019), abgerufen am 01.03.2023 [https://www.kulturzeitschrift.at/kritiken/cd-tipp/kompost-3-abyss-aloft]

31. August 2017
über: And To In A - 5K HD (Seayou Records, 2017)
"Diese Supergroup, die zu dieser Bezeichnung nicht ganz passen möchte, besteht aus zwei wichtigen Grundelementen: Kompost 3 und Mira Lu Kovacs. Und da hat man schon einen hervorragenden Cocktail. Mit Kompost 3 hat man experimentellen Jazz voller Kreativität und Weitblick. Und dann hat man mit Kovacs noch eine zerbrechliche, starke, eigenwillige und vollends individuell eingesetzte Stimme. Wie kann das schiefgehen? Kann es nicht, ist es nicht [...]."
mica-Musikmagazin: 5K HD – "And To In A" (Anne-Marie Darok, 2017)

30. März 2015
über: Ballads For Melancholy Robots - Kompost 3 (Laub Records, 2015)
"Man sollte mit Superlativen ja eher sparsam umgehen, aber das musikalische Feuerwerk, das Martin Eberle (Trompete), Benny Omerzell (Keyboards), Manu Mayr (Bass) und Lukas König (Schlagzeug, Percussion, Synthesizer) auf ihrem nunmehr dritten Album abbrennen, ist ein schlicht und einfach geniales [...] Es beeindruckt, dass wirklich alles in perfekter Weise miteinander im Einklang scheint, ohne dabei aber allzu rund zu sein: die spannungsgeladenen Aufbauten, der vor sich hin groovende Rhythmus, der spontanen Brüche und Ausbrüche, die weiten sphärischen Passagen, die vertrackten wie futuristisch anmutenden Spielerein, die reduzierten und sanften Momente, die vereinzelten klangkünstlerischen Einwürfe und, und, und [...]."
mica-Musikmagazin: KOMPOST 3 – "Ballads For Melancholy Robots" (Michael Ternai, 2015)

Diskografie (Auswahl)

2022 Studio Live Session - 5K HD (LP; LoEnd Records)
2022 Leelah - Jazzorchester Vorarlberg feat. Vincent Pongracz & Renee Benson (JazzWerkstatt Records)
2021 Creation Eats Creator - 5K HD (fiveK Records/Ink Music)
2020 Happy Fxxxing Life - 5K HD (Single; fiveK Records)
2020 Peshk - Orges & The Ockus-Rockus Band (Toçe Records)
2020 Justice - 5K HD (Single; fiveK Records)
2019 Abyss/Aloft - Kompost 3 (LP; JazzWerkstatt Records)
2019 In, Out - 5K HD (Single; fiveK Records)
2019 10/15 - 5K HD (Single; fiveK Records)
2019 Crazy Talk - 5K HD (Single; fiveK Records)
2019 High Performer - 5K HD (fiveK Records)
2018 Abyss - Kompost 3 (JazzWerkstatt Records)
2017 Battleship Euphoria - Omerzell | Siewert | König (EP; cracked anegg records)
2017 And To In A - 5K HD (Seayou Records)
2017 Territory - Aja Soul Group (LoEnd Records)
2017 What If I - 5K HD (Single; Seayou Records)
2017 Hunter - Yaeger (JazzWerkstatt Records)
2017 Anthem - 5K HD (Single; Seayou Records)
2016 Anthem/Fat People - Kompost 3 feat. Mira Lu Kovacs (7"; Laub Records)
2016 MeM - Kompost 3 feat. Mira Lu Kovacs (Laub Records)
2015 The Voice within - Fatima Spar & Jazzorchester Vorarlberg (Acre of Bacon)
2015 Ballads For Melancholy Robots - Kompost 3 (Laub Records)
2014 Morphing - Jazzorchester Vorarlberg feat. Clemens Wenger (JazzWerkstatt Records)
2013 Muchogusto: Una Ópera tragi-erótico (Laub Records)
2013 20 Years Porgy & Bess Street Jazz Festival (Sampler): Mixed Pickles (Porgy & Bess) // CD 1, Track 1: The Stoner's Philosophy; CD 1, Track 2: Wall/Face
2012 Beyond Words - Ulrich Drechsler (enja & yellowbird records)
2012 Epigenesis - Kompost 3 (Laub Records)
2011 (re)kompost - Kompost 3 (12"; Laub Records)
2010 Kompost 3 - Kompost 3 (Laub Records)
2010 Introducing The Jazzorchester Vorarlberg - Jazzorchester Vorarlberg (Sessionwork Records)
2010 Carpe Noctem: Vom Dunkel ins Licht - Jazzorchester Vorarlberg, Vocale Neuburg (Vocale Neuburg)
2010 Umami - Aura:L Sculptures (Session Work Records)
2009 The Big Easy - Drechsler (cracked anegg records)

Literatur

mica-Archiv: Benny Omerzell
austrian music export-Archiv: Benny Omerzell
mica-Archiv: 5K HD
mica-Archiv: Kompost 3

2010 Ternai, Michael: Drechsler zu Gast im Chelsea. In: mica-Musikmagazin.
2012 Ternai, Michael: Kompost 3 zu Gast in Landeck. In: mica-Musikmagazin.
2012 Ternai, Michael: Ulrich Drechsler Trio – Beyond Words. In: mica-Musikmagazin.
2013 Ternai, Michael: Die Freistunde präsentiert Benny Omerzell & Miki Liebermann. In: mica-Musikmagazin.
2013 mica: NASOM – The New Austrian Sound of Music 2014/2015. In: mica-Musikmagazin.
2014 Ternai, Michael: Kompost 3 und das Trio Rom/Schaerer/Eberle zu Gast bei der jazzahead! 2014. In: mica-Musikmagazin.
2014 Felber, Andreas: Szene im Umbruch: Abschiede und Newcomer prägten in den letzten Jahren die österreichische Jazzlandschaft. In: mica-Musikmagazin.
2015 Marschall, Clemens: "Am Ende sind immer alle glücklich" – Kompost3 im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.
2015 Ternai, Michael: KOMPOST 3 – "Ballads For Melancholy Robots". In: mica-Musikmagazin.
2016 Ternai, Michael: KICK JAZZ – zwei Abende im Zeichen der jungen österreichischen Jazzgeneration. In: mica-Musikmagazin.
2017 mica: 10. TastenWahnSinn. In: mica-Musikmagazin.
2017 Ternai, Michael: OMERZELL I SIEWERT I KÖNIG – "Battleship Euphoria". In: mica-Musikmagazin.
2018 mica: Alben, die man 2018 nicht verpasst haben sollte: Jazz & Weltmusik (Teil 2). In: mica-Musikmagazin.
2018 Ternai, Michael: YAEGER – "Hunter". In: mica-Musikmagazin.
2019 Praschak, Rainer: Wie klingt Europa dieses Jahr? Das EUROSONIC NOORDERSLAG 2019 im Rückblick. In: mica-Musikmagazin.
2020 mica: 5K HD geht für Österreich beim IMPALA EUROPEAN ALBUM OF THE YEAR ins Rennen. In: music-Magazin.
2020 mica: 6 österreichische Acts bei EUROSONIC NOORDERSLAG 2020. In: mica-Musikmagazin.
2020 mica: wean hean 2020 – Das Wienerliedfestival. In: music-Magazin.
2020 Moriel, Yvonne-Stefanie: ORGES & THE OCKUS-ROCKUS BAND – "PESHK". In: mica-Musikmagazin.
2021 Fleur, Arianna: Austrian Music Highlights #9. In: mica-Musikmagazin.
2022 mica: ¡improvize! ¡installize! – Improvisations-Festival in Salzburg. In: mica-Musikmagazin.
2023 mica: Jazzseminar Schönbach 2023. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite: Benny Omerzell @ Laub Records
SR-Archiv: Benny Omerzell
Facebook: Benny Omerzell - Animation and Music
YouTube-Video: Meet the Composer 1 - Benny Omerzell (Texte und Töne 2; Ensemble Plus)
Webseite: 5K HD
austrian music export: 5K HD
Wikipedia: 5K HD
Facebook: 5K HD
YouTube: 5K HD
Bandcamp: 5K HD
Webseite: Jazzorchester Vorarlberg
Facebook: Jazzorchester Vorarlberg
Webseite: Kompost 3
austrian music export: Kompost 3
YouTube: Kompost 3
Bandcamp: Kompost 3
Facebook: Aja Soul Group
Webseite: Laub Records

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 13. 3. 2024): Biografie Benny Omerzell. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/187375 (Abrufdatum: 14. 6. 2024).