Schnee-Szenen

Werktitel
Schnee-Szenen
Untertitel
Für zwei Soprane und Orchester aus der Oper "Violetter Schnee"
KomponistIn
Beteiligte Personen (Text)
Händl Klaus, Sorokin Vladimir
Entstehungsjahr
2019
Dauer
25m
Genre(s)
Neue Musik
Gattung(en)
Orchestermusik
Vokalmusik
Besetzung
Solostimme(n)
Orchester
Besetzungsdetails

Orchestercode: 2 S - 3/2/3/3, Sax - 3/4/4/1 - Perk (2), Kl, Akk - 12/10/8/6/4

Solo: Sopran (2)

Flöte (3), Oboe (2), Klarinette (3), Saxophon (1), Horn (4), Trompete (3), Posaune (4), Tuba (1), Perkussion (3), Klavier (1), Akkordeon (1), Violine (24), Viola (8), Violoncello (8), Kontrabass (4)

ad Flöte: 3. auch Piccolo- und Altflöte
ad Klarinette: 2. auch Bass- und Kontrabassklarinette und 3. auch Kontrabassklarinette
ad Fagott: 3. auch Kontrafagott
ad Saxophon: Sopran- und Baritonsaxophon

Schwierigkeitsgrad
5
Art der Publikation
Verlag
Titel der Veröffentlichung
Schnee-Szenen für zwei Soprane und Orchester aus der Oper "Violetter Schnee"
Verlag/Verleger

Bezugsquelle: Bärenreiter-Verlag

Abschnitte/Sätze
I. Prolog (Nero su nero)  | II. „ne volucri ritu / mit meiner Bratsche trat ich…“ | III. Intermezzo | IV. „von Bränden gegen die Kälte“

Beschreibung
"Sie beginnt mit einem faszinierenden, dreiteiligen, hochkomplexen, immer spannungsvollen 17-minütigen Prolog für Orchester, der alle Register zieht und am Höhepunkt schließlich plötzlich abbricht.
Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Peter Rundel spielte das mit allen Schattierungen zwischen Hell und Dunkel, Geräusch und orchestraler Attacke, aber auch mit viel Sinn für die Glasuren und gleißenden Verschiebungen des Klangs. Irritierender und seltsam isoliert wirkten dagegen zwei „Traumvisionen“ aus der Oper, eine Arie Silvias (Yeree Suh) und ein Duett Silvia/Natascha (Sophia Burgos), beides durchsetzt mit im lateinischen Original vorgebrachen Silben aus „De rerum natura“ von Lukrez."
Klaus Kalchschmid: Enigmatisches. Beat Furrer mit zwei Konzerten im Porträt bei der musica viva in München. In: klassikinfo.de ([2019]), abgerufen am 16.4.2020

"Die Schnee-Szenen bestehen aus einem langen Orchester-Prolog, zwei (von 30), allerdings zentralen Szenen aus dem bereits fortgeschrittenen Stadium der Oper und einem Intermezzo – ob letzteres überhaupt gespielt wurde, fragten sich in der Pause viele Zuhörer. Wie es Furrer in der 17-minütigen Einleitung gelingt, kontinuierliche Veränderungen des Lichts von Dunkelheit bis zu gleißender Helligkeit akustisch zu vermitteln, ist schon sensationell. Eigentlich bauen die Klangprozesse auf einfachen Modellen auf: In den Streichern zunächst Skalen, sogar mit tonalen Schnittstellen, später Skordatura und Glissandi. Dagegen stehen unruhigere Bläsereinwürfe. Die Entwicklung des Prologs findet so konsequent statt, dass sich beim Hörer eine unglaubliche Spannung aufbaut – egal, ob die teilweise auch gegenläufigen Ereignisse schnell oder langsam ablaufen. In Unkenntnis der Partitur fragt man sich, welche faszinierenden „Tricks“ hier zur Anwendung kommen (Shepard Scale?)."
Martin Blaumeiser: Erfrorenes, Aufgewärmtes und Leonardo. In: The new listener (10.3.2019), abgerufen am 16.4.2020

Uraufführung
8.3.2019 - München, Herkulessaal der Münchner Residenz (Deutschland)
Mitwirkende: Sophia Burgos (Sopran), Yeree Suh (Sopran), Symphonieorchester des BR, Peter Rundel (Leitung)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 15. 12. 2021): Furrer Beat . Schnee-Szenen. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/200152 (Abrufdatum: 30. 11. 2022).