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Gaspari Philipp

Vorname
Philipp
Nachname
Gaspari
erfasst als
Komponist:in
Interpret:in
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Klavier
Geburtsjahr
2001
Geburtsort
Graz
Geburtsland
Österreich
Philipp Gaspari

Philipp Gaspari © Philipp Gaspari

"Für sein Alter von 21 Jahren hat dieser Komponist Philipp Gaspari schon einiges erreicht. Verschiedene Preise und beinahe zwanzig Aufführungen seiner Werke schmücken seinen Lebenslauf. Der österreichische Komponist Philipp Gaspari wurde 2001 in Graz geboren. Sein erster Kontakt mit Musik waren zwei Unterrichtseinheiten im Klavierspiel, die er im Alter von sechs Jahren erhielt. Damals fand er keinen großen Gefallen daran, deshalb kam es zu keinem weiteren Unterricht. Nachdem er als etwa Zwölfjähriger begann, Melodien am Klavier nachzuspielen, nahm er erneut Klavierunterricht. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die einzigen musikalischen Erlebnisse, abgesehen von seinen frühen Versuchen am Klavier, wenige Opernbesuche. Die Initialzündung zu komponieren kam dem damals 14-Jährigen während eines Tenniscamps in Kroatien. Dort fiel ihm plötzlich eine Melodie ein, die er später zu einer kleinen Klaviersonate ausarbeitete. Da er jedoch zuvor noch nie Musik aufgeschrieben hatte, half er sich mit einem virtuellen Notenprogramm. Es folgten weitere Sonaten, die alle im Stile Beethovens gehalten sind. Als Resultat dieser Kompositionsversuche besuchte er zwischen 2016 und 2021 den Kompositionslehrgang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) bei Helmut Schmidinger. Schmidinger führte den jungen Komponisten durch die verschiedenen Musikwelten, ohne sich jemals über eine Stilrichtung abschätzig geäußert zu haben. Gaspari genoss an dieser Zeit besonders den Umstand, dass Schmidinger nie versuchte, den Schülern „seine eigenen Ideale aufzuzwingen“, daher war das kompositorische Schaffen des Lehrers auch im Unterricht nie relevant. Aufgrund dieser Unterrichtsweise können sich seine Schüler sehr individuell entwickeln. Mittlerweile studiert Gaspari Komposition im Vorbereitungslehrgang bei Clemens Gadenstätter. Von diesem wurde er auch schon dazu angeregt, sich mit seinem eigenen Schaffen intensiver auseinanderzusetzen und Gedankenexperimente dazu anstellen sollte.

Mittlerweile ist das Klavier nicht mehr das einzige Instrument, das Gaspari beherrscht und der bei seinen Kompositionen immer die Spielbarkeit im Auge behält. Die Grundlagen des Spiels von Violine, Flöte und Horn hat er autodidaktisch erlernt, um während des Kompositionsprozesses Klänge und Spielbarkeit zu erfahren."
Maximilian Hassler (2023): Starke Kontraste und Wohlfühlmomente – Philipp Gaspari im Porträt. In: mica-Musikmagazin.

Stilbeschreibung

"Gaspari möchte mit seiner Musik starke Kontraste erschaffen und die Zuhörer:innen mit unerwarteten Elementen konfrontieren. „Ich möchte den Zuhörer gelegentlich am falschen Fuß erwischen“, sagt er über sein eigenes musikalisches Schaffen. Musik muss für ihn nicht die Aufgabe erfüllen, schön zu sein, jedoch lässt er in seinen Werken auch „schöne Wohlfühlmomente“ für das Publikum zu."
Maximilian Hassler (2023): Starke Kontraste und Wohlfühlmomente – Philipp Gaspari im Porträt. In: mica-Musikmagazin.

Auszeichnungen

2019 30. Orchesterwerkstatt junger Komponisten - Kompositionswettbewerb, Halberstadt (Deuschland): Preis der Deutschen Orchesterstiftung (Der Rest… ist anders…)
2019 Komponierwerkstatt - styriarte: Ausgewählter (Fantasie für Ensemble)
2020 Balduin Sulzer Kompositionspreis - Amt der Oberösterreichischen Landesregierung: 1. Jugendpreis (5.1 - eine rechtzeitig abgelieferte Fuge)
2020 31. Orchesterwerkstatt junger Komponisten - Kompositionswettbewerb, Halberstadt (Deuschland): Preis der Deutschen Orchesterstiftung (Ein kurzer Lichtblick)
2020 Jugend komponiert - Austrian Composers Association: 1. Preis Altersgruppe II (Was jetzt?!)

Ausbildung

2016–2021 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Lehrgang Komposition für Kinder und Jugendliche (Helmut Schmidinger)
2017–2021 Johann-Joseph-Fux-Konservatorium des Landes Steiermark, Graz
2021–heute KUG – Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Kompositions- und Musiktheoriepädagogik (Schwerpunkt Musiktheorie) - Bachelor, Vorbereitungslehrgang Komposition (ab 2022)

Aufträge (Auswahl)

2020 Musikfests Arsonore: Wuth und Freude

Aufführungen (Auswahl)

2018 Komponierlabor Mozarteum, Salzburg: Quartett für Klarinette und Streichtrio (UA)
2019 30. Orchesterwerkstatt junger Komponisten - Kompositionswettbewerb, Halberstadt (Deuschland): Der Rest… ist anders… (UA)
2019 styriarte: Fantasie für Ensemble (UA)
2020 Studierende an der Kunstuniversität Graz - ARSONORE - „UNERHÖRT." – Ein Fest für Beethoven, Schloss Eggenberg: Wuth und Freude (UA)
2020 Arnold Schönberg Center, Wien: Leben und Tod (UA)
2020 31. Orchesterwerkstatt junger Komponisten - Kompositionswettbewerb, Halberstadt (Deuschland): Ein kurzer Lichtblick (UA)
2020 Ensemble NAMES - aspekteSALZBURG: Finale Wettbewerb Jugend komponiert – Nicht öffentliche Konzertaufnahme: Was jetzt?! (UA)
2021 32. Orchesterwerkstatt junger Komponisten - Kompositionswettbewerb, Halberstadt (Deutschland): T (UA)
2021 Wilheringer Notenköpfe - Balduin Sulzer quergehört: Preisträgerkonzert des 1. Balduin-Sulzer-Kompositionswettbewerbes, Wilhering: 5.1 - eine rechtzeitig abgelieferte Fuge (UA)
2022 Oberton String Octet - Internationaler Kompositionswettbewerb, Graz: Erwachen des Streichoktetts (UA)

Literatur

2023 Hassler, Maximilian: Starke Kontraste und Wohlfühlmomente – Philipp Gaspari im Porträt. In: mica-Musikmagazin.

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 2. 3. 2023): Biografie Philipp Gaspari. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/203479 (Abrufdatum: 24. 2. 2024).