Direkt zum Inhalt

Choub

Name der Organisation
Choub
erfasst als
Ensemble
Quartett
Genre
Global
Jazz/Improvisierte Musik
Gattung(en)
Ensemblemusik
Bundesland
Wien

Gründungsjahr: 2011
Auflösungsjahr: 2016 (?)

"Frühling 2011 war es, als der Gitarrist Mahan Mirarab und die Sängerin Golnar Shahyar beschlossen, einen gemeinsamen musikalischen Weg zu beschreiten. Mit den gleichfalls eingefleischten Jazzern Martin Heinzle am Bass und Wolfi Rainer an den Drums gelingt ihnen ein originelles wie originäres Amalgam aus persischer Musik, westlichen Jazzharmonien sowie Afro- und Latinbeats. [...]

Ein besonderes Anliegen ist es den Musiker_innen von Choub, mit dem Publikum zu kommunizieren, dieses im Hier und Jetzt, gleich auf gleich in ihre ungemein spannende und lebensfrohe Musik seelisch einzubinden – und die ekstatische Freude, mit der das Publikum bis jetzt ihren Konzerten folgte, beweist den Erfolg dieses Anliegens.

Aus exquisitem Holz ist dieses junge Quartett geschnitzt: kein bemühter Ethnojazz, sondern originäre wie originelle Handarbeit. Deshalb nannte es sich Choub, das persische Wort für Holz. Viele Assoziationen lassen sich daran knüpfen, das solide Holz von Gitarre, Kontrabass und Drumsticks, die deutsche Redewendung «auf Holz klopfen», der Klang von aneinanderschlagenden Hölzern, oder das Holz des Granatapfelbaums, aus dem Mahan Mirarabs Setar geformt ist, und dessen Blüten die orientalische Fantasie seit jeher beflügelt haben, aus der übrigens auch der Vorname der Vokalistin sprießt, denn nichts anderes heißt Golnar als «Granatapfelblüte».

Choub stehen für Spielwitz, Dynamik und musikalische Weltoffenheit – kosmopolitischer Jazz mit persischem Aroma."
Richard Schuberth: Bio, abgerufen am 11.10.2023 [https://choub.wordpress.com/bio/]

Stilbeschreibung

"Das Choub Quartett [...] überwindet musikalische Gegensätze, lässt die persische Musik auf den europäisch geprägten Jazz treffen und würzt das auf diesem Weg Entstandene noch mit einer mit  südamerikanischen und afrikanischen Rhythmen. Was die vier Beteiligten entstehen lassen, ist eine mitreißende und sehr vielschichtige Form des Ethnojazz, der, und das ist das besonders Schöne an dem Musikentwurf des Vierers, in diesem Fall wirklich in keinem Moment irgendwie aufgesetzt oder bemüht wirkt. Ganz im Gegenteil, hier wird mit einer Leichtfüßigkeit und Selbstverständlichkeit zu Werke gegangen, die man nur selten zu hören bekommt."
Michael Ternai (2013): Das Choub Quartet stellt sich vor. In: mica-Musikmagazin.

Auszeichnungen

2013 Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich: Förderprogramm "The New Austrian Sound of Music 2014–2015"

Ensemblemitglieder

Golnar Shahyar (Gesang)
Mahan Mirarab (Gitarre)
Martin Heinzle (Kontrabass)
Wolfgang Rainer (Schlagzeug)
Klemens Marktl (Perkussion)

Pressestimmen (Auswahl)

12. März 2013
"Das Quartett jongliert mit viel Spielwitz und außergewöhnlichen instrumentalen wie gesanglichen Fähigkeiten mit den einzelnen Elementen und formt in lebendiger Interaktion sehr eigenständig und innovativ erklingende Stücke, die herausfordern, zugleich aber auch emotional berühren. Die iranisch-österreichische Formation erschafft also an facettenreiche Musik für den Kopf wie auch für die Seele. Die Musik des Choub Quartets ist eine der vielen Klangsprachen, eine die sich auf verspielte und gefühlvolle Art erschließt. Wirklich einem bestimmten Genre zuordnen lässt sich der Stil des Vierergespanns  nicht, was aber überhaupt nicht stört, erwächst doch gerade aus diesem Umstand der besondere Reiz ihrer klanglich sehr farbenfrohen Stücke."
mica-Musikmagazin: Das Choub Quartet stellt sich vor (Michael Ternai, 2013)

Diskografie (Auswahl)

2012 Choub - Choub (Lotus Records)

Literatur

2012 mica: NASOM Presse. In: mica-Musikmagazin.
2013 Ternai, Michael: Das Choub Quartet stellt sich vor. In: mica-Musikmagazin.
2014 Ternai, Michael: Choub zu Gast im Radiokulturhaus. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite: Choub
Facebook: Choub

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 16. 11. 2023): Choub. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/204995 (Abrufdatum: 25. 2. 2024).

Logo NASOM