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Fritz Valerie

Vorname
Valerie
Nachname
Fritz
erfasst als
Interpret:in
Solist:in
Komponist:in
Veranstalter:in
Genre
Neue Musik
Klassik
Instrument(e)
Violoncello
Geburtsjahr
1997
Geburtsland
Österreich
Valerie Fritz © Verena Bruening

Valerie Fritz © Verena Bruening

"Die österreichische Cellistin Valerie Fritz erforscht ihr Instrument von Elektronik bis Darmsaiten, in zeitgenössischer wie klassischer Musik. Gleichermaßen offen und mit Sinn für Details geht sie auf Werke und Publikum zu. Mit ihrem breiten Repertoire beweist sie – häufig in eigenen Konzertprogrammen und neuen Aufführungsformaten –, wie stark alle Stilistiken vom Blick über den jeweiligen Tellerrand profitieren.

Valerie Fritz ist solistisch und in Kammermusikbesetzungen auf Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem TRANSIENT Impulsfestival, dem Schumannfest der Tonhalle Düsseldorf oder listening closely zu hören. Ihr Repertoire erarbeitet sie dabei in direktem Austausch mit Komponist*innen wie Helmut Lachenmann, Thomas Larcher oder Georg Friedrich Haas. Gleichzeitig ist sie Teil des Ensembles NAMES und spielt regelmäßig mit der Camerata Salzburg. »Ich bin niemand, die extrem technisch denkt«, beschreibt die Cellistin ihren Zugang zu zeitgenössischen wie klassischen Werken. »Am wichtigsten ist immer die eigene Klangvorstellung, von der aus ich am Instrument auf die Suche gehe, um ihr gerecht zu werden.«

Valerie Fritz ist erste Preisträgerin des Berlin Prize for Young Artists und des Mainardi Cello Wettbewerbs sowie Stipendiatin der concerto21 Stiftung. Aktuell studiert sie am Mozarteum Salzburg bei Clemens Hagen. Als Leiterin der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik – Sektion Tirol kuratiert sie außerdem die Konzertreihe noiz//elektrorauschen. Ihre Faszination für aktuelle Klänge gibt sie in Workshops an Schulen und Universitäten an Kinder und Jugendliche weiter.

Valerie Fritz kam schon in ihrer Kindheit in Tirol mit aktueller Musik in Berührung: Als sie acht Jahre alt war, schrieb ihre Mutter für sie das Stück Geisterstunde, das die junge Musikerin mit den Spieltechniken zeitgenössischer Musik vertraut machte. Auftritte mit dem European Union Youth Orchestra und dem Orchester der Lucerne Festival Academy sowie die Teilnahme an den Darmstädter Ferienkursen oder der Internationalen Ensemble Modern Akademie zeigten in der Folge schon früh die Vielseitigkeit der Cellistin. Auf der Bühne versteht Valerie Fritz sich heute als eine Art Reiseleiterin, die Begeisterung, tiefe Einblicke und eigenes Erleben mit dem Publikum teilt und dem Gegenüber gleichzeitig Raum lässt zum Herumschweifen und für persönliche Erfahrungen: »Ich möchte nicht sagen, dass ein Konzert ›berühren‹ soll, das klingt mir zu romantisch, aber ich will, dass das Publikum anders rausgeht, als es reingegangen ist.«"
Valerie Fritz: Biografie abgerufen am 4.6.2024 [https://valeriefritz.at/biografie/]

Auszeichnungen

2020 Berlin Prize for Young Artists (Deutschland): Preisträgerin
2021 Universität Mozarteum Salzburg - Mainardi Cello Wettbewerb: Preisträgerin
2021 HUGO-Trophy - Montforter Zwischentöne: FinalistInnen (mit Ensemble WirkWerk)
Académie Jaroussky, Paris (Frankreich): Stipendium

Ausbildung

2005–2010 Landesmusikschule Westliches Mittelgebirge, Grinzens: Violoncello (Susanne Fritz)
2010–2015 Konservatorium des Landes Tirol, Innsbruck: Violoncello (Michael Hell)
2015–2017 Universität Mozarteum Salzburg - Pre-College: Violoncello (Susanna Riebl)
2017–2021 Universität Mozarteum Salzburg: Violoncello - Bachelor (Giovanni Gnocchi, Clemens Hagen), zeitgenössisches Repertoire (Peter Sigl), Barockcello (Marco Testori)
2018 Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (Deutschland): Teilnehmerin (Lucas Fels)
2019 IEMA Academy - Klangspuren Schwarz: Teilnehmerin (Michael Maria Kasper)
2019 impuls . Ensemble- und Komponistenakademie, Graz: Teilnehmerin (Andreas Lindenbaum)
2020/2021 Académie Musicale Philippe Jaroussky, Paris (Frankreich): Teilnehmerin (Christian-
Pierre La Marca)
2022–heute Universität Mozarteum Salzburg: Violoncello - Master (Clemens Hagen)

Meisterkurse mit David Geringas, Norbert Anger, Enrico Bronzi, Eric Maria Couturier

Tätigkeiten

2021–heute Konzertreihe "[nɔiz] // Elektrorauschen": Kuratorin, Organisatorin (gemeinsam mit Andreas Trenkwalder, Josef Haller)

Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich | Tirol: Geschäftsstellenleiterin (gemeinsam mit Andreas Trenkwalder)
freischaffende Cellistin insbesondere im Bereich Neue Musik

Mitglied in den Ensembles/Orchestern
2015–2016 European Union Youth Orchestra: Cellistin
2015–2020 INNANNA: Cellistin
2015–heute Wiener Jeunesse Orchester: Cellistin
2018 Luzern Festival Academy Orchestra: Cellistin
2020–heute Ensemble WirkWerk: Cellistin (gemeinsam mit Annette Fritz (Violine), Josef Haller (Klavier))

Sinfonieorchester Liechtenstein: Substitutin, Cellistin
oenm . oesterreichisches ensemble für neue musik: Substitutin, Cellistin
Trio Colori: Cellistin (gemeinsam mit Annette Fritz (Violine), Dmitrij Romanov (Klavier)

Projekte u.a. mit: Sinfonieorchester der Universität Mozarteum, Orchester der Akademie St. Blasius, Camerata Salzburg, New Art an Music Ensemble, Ensemble KonStellation, chromoson

Literatur

2021 Linsmeier, Felix:  »Wann nimmt man sich schon Zeit für die Stücke, die man wirklich selbst lernen will?« Cellistin Valerie Fritz, Gewinnerin des Berlin Prize for Young Artists, über das Fremdgesteuert-Sein durch den Markt, die Enge im Musikstudium und wie sie trotzdem ihre Vielseitigkeit ausbaut. In: Van-Magazin, abgerufen am 28.4.2022 [https://van-magazin.de/mag/valerie-fritz/]
2024 Woels, Michael Franz: „ICH BIN JA AUCH STÄNDIG AUF DER SUCHE NACH STÜCKEN, DIE IN MIR DIESES KRIBBELN ERZEUGEN.“ – VALERIE FRITZ IM MICA-INTERVIEW. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Transient Impuls Festival: Valerie Fritz
Sirene Operntheater: Valerie Fritz
Internationale Gesellschaft für Neue Musik: Team
YouTube: Valerie Fritz
Webseite: [nɔiz] Elektrorauschen
YouTube: [nɔiz] // Elektrorauschen
Familie: Annette Fritz (Schwester)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 4. 6. 2024): Biografie Valerie Fritz. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/205025 (Abrufdatum: 20. 7. 2024).

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