Direkt zum Inhalt

Ohler Markus

Vorname
Markus
Nachname
Ohler
auch bekannt unter
MAOHL
erfasst als
Interpret:in
Komponist:in
Bandmanager:in
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Instrument(e)
Saxophon
Altsaxophon
Baritonsaxophon
Theremin
Geburtsjahr
1977
Geburtsort
Augsburg
Geburtsland
Deutschland
Markus Ohler

Markus Ohler © Georg Cizek-Graf

"MARKUS OHLER wurde am 12.11.1977 in Augsburg geboren und wollte schon Saxophon spielen bevor er wusste was ein Saxophon eigentlich ist. Mit 7 Jahren entschied er sich gegen den Rat der Musikschulleitung gegen die Klarinette und für das für ihn damals wesentlich "coolere" Saxophon. War die Entscheidung damals noch mehr von Form und vor allem güldner Farbe dieses Instruments geprägt, so sollte ihn nach kurzer Zeit auch der Klang begeistern und schließlich nie wieder loslassen. Nach einigen lehrreichen Jahren in einer Nachwuchs Big Band und einem Umweg über ein Mathematikstudium entschied er sich 2004 schließlich dem Nagel einen Kopf zu verpassen und übersiedelte für ein Jazz-Saxophon Studium (und nach dessen Abschluss noch ein bisschen Jazz-Komposition und -Arrangement) nach Wien, wo er seither als freischaffender Musiker lebt."
Take Two: Die Musiker, Markus Ohler, abgerufen am 07.03.2024 [https://www.maohl.com/take-two/#diemusiker]

Auszeichnungen

2008 Fidelio-Wettbewerb - Konservatorium Wien Privatuniversität: Gewinner i.d. Sparte Kreation/Laboratorium/Werkstatt" (mit Maohl's Gift)
2017 Bundeskanzleramt, Sektion für Kunst und Kultur: Kompositionsförderung

Ausbildung

1998–2004 Universität Augsburg (Deutschland): Mathematik
2004–2008 Konservatorium Wien Privatuniversität: Jazz-Saxophon (Willy Quarda) - BA
2008–2010 Konservatorium Wien Privatuniversität: Jazz-Komposition/-Arrangement (Andy Middleton) - BA

Teilnehmer an diversen Workshops u. a. mit: Dave Liebman, Billy Hart, Bobby McFerrin, Jim Snidero, Adam Nussbaum, Phil Markowitz

Tätigkeiten

2004–heute freischaffender Musiker
2007–heute Maohl's GIFT: Bandmanager
2013–heute Soft Kill Option: Bandmanager

Konzerte in Österreich, Deutschland, Tschechische Republik, Polen

Mitglied in Ensemble/Band/Orchester
2006–2010 Family Kuti Band: Altsaxophonist (gemeinsam mit Alexander Kerbl (schlzg), Benjamin Segal (voc, pos), Brigitte Bruckner (perc), Christof Spanring (tp), Peter Schroll (e-git), Christoph Huber (e-git), Gerhard Buchegger (pf), Josef Kolarz-Lakenbacher (tsax), Leonie Bruckner (voc), Marlene Lacherstorfer (e-bgit), Ruth Kapelari (voc), Golnar Shahyar (voc))
2007–heute Maohl's GIFT: Alt-/Baritonsaxophonist, Komposition (gemeinsam mit Hans Peter Freudenthaler (git, Komposition), Bernd Klug (db), Hubert Bründlmayer (schlzg))
2008–heute Take Two: Saxophonist (gemeinsam mit Hans Peter Freud enthaler (git))
2011–2014 stubenteccno: Alt-/Baritonsaxophonist (gemeinsam mit Andreas Sagmeister (e-git, e-bgit, Komposition/Arrangement), Josef Fuchsberger (tp, flh), Raphael Giller (fx, Laptop, Komposition))
2013–heute Soft Kill Option: Baritonsaxophonist, Theremin (gemeinsam mit Bernd Satzinger (e-bgit), Mathias Koch (schlzg)/Raphael Giller (schlzg, perc))
2018–heute Liberation Orchestra: Saxophonist (gemeinsam mit Ron Oppenheim (Gründer, Komponist), Joyce Espino (voc), Raphaela Viehböck (fl), Lukas Hageneder (tp), Hermann Fiechtl (tp), Shir Katz (pf), En-Chia Lin (pf)/Olga Shevtsova (pf), Valentin Walch (git), Thomas Krampl (git), Thomas Binder (e-bgit), Alexander Bruckmoser (schlzg)/Georg Hinterberger (schlzg))

Pressestimmen (Auswahl)

17. Jänner 2020
über: National Emergency - Soft Kill Option (Freifeld Tontraeger, 2020)
"Der Sound des Jazz, den Soft Kill Option anrichten, ist einer, der die Grenzen der stilistischen Norm sprengt, er ist einer, der weit in andere Genres hineinreicht und seine ganz eigene klangliche Form und Struktur annimmt. So vollzieht es sich es auch auf "National Emergency", dem neuen Album der dreiköpfigen Band. Als ob es nichts Selbstverständlicheres gäbe, fügen sich im Sound des Dreiers die Elemente aus den unterschiedlichsten Richtungen zusammen, zu etwas, das musikalisch gehörig aus dem Rahmen fällt. Die Art und Weise, mit der Markus Ohler, Bernd Satzinger und Mathias Koch, den Jazz mit Rock und Punk kollidieren lassen, wie sie Improvisation und Noise miteinander verbinden, zwischen grooviger Geradlinigkeit und rhythmisch hochgradig Vertracktem hin und her wechseln, sie stetig am Intensitätslevel zwischen laut und leise schrauben, das geht schon als die große Kunst der musikalischen Eigenwilligkeit durch. Von irgendwelcher selbstauferlegten Einschränkung findet sich auf "National Emergency" auf jeden Fall keine Spur [...]."
mica-Musikmagazin: SOFT KILL OPTION – "National Emergency" (Michael Ternai, 2020)

2020
über: National Emergency - Soft Kill Option (Freifeld Tontraeger, 2020)
"Nach dem Album-Debut Tubed (2015) präsentieren SOFT KILL OPTION ihre zweite CD. Stilistisch zwar weiterhin von Jazz und Rock sowie Noise und Impro geprägt ist dieses Album aber doch ganz anders als sein Vorgänger. Während auf Tubed noch riffbasierte, krachige Stücke eher gewohnten Formats zu finden sind wird bei National Emergency vor allem hinsichtlich der Form ganz anders zu Werke gegangen. National Emergency enthält (nur) zwei Stücke die jeweils aus einem auskomponierten Part verschiedener Kompositionstechniken sowie einem frei improvisierten Vor- bzw. Nachspiel bestehen. Den beiden Elementen Komposition und Improvisation wird also mehr zusammenhängender Raum eingeräumt um sich in beiden Disziplinen ausladend ausbreiten zu können. Und dem Drang auch mit instrumentaler Musik eine konkrete Message transponieren zu wollen wird durch die Titel der beiden Stücke Rechnung getragen. Naturgegebenermaßen kann das nur andeutungsweise geschehen, den Rest erledigt die Musik."
Freifeld Tontraeger: SOFT KILL OPTION – National Emergency (2020), abgerufen am 07.03.2024 [https://www.freifeldtontraeger.com/softkilloption]

03. November 2015
über: Tubed - Soft Kill Option (cracked anegg records, 2015)
"Soft Kill Option versuchen auf "Tubed", den Beweis zu erbringen, dass Jazz nicht zwangsläufig immer in einer gediegenen oder verspielt-komplexen Art zum Erklingen gebracht werden muss. Markus Ohler (Saxofon), Bernd Satzinger (Bass) und Mathias Koch (Schlagzeug) – die drei Köpfe hinter dem eigenwilligen Bandprojekt – spannen ihren musikalischen Bogen weit über die traditionelle Form hinaus – hin zu einem stark rockangereicherten Jazzsound, der deutlich energiegeladener, kantiger und auch geradliniger ertönt als vieles, was man sonst aus dieser musikalischen Ecke zu hören bekommt. Und das, obwohl es in den Nummern rhythmisch schon auch recht vertrackt und sehr anspruchsvoll zugeht. Stilistisch einordnen lässt sich das von dem Dreiergespann Dargebotene aber nicht wirklich. Dafür erklingt es einfach zu eigenständig. Am treffendsten umschreiben lässt sich der Sound von Markus Ohler und seinen beiden Kollegen wohl als progressiver Jazzrock moderner und teils schräger Note mit interessanten Ausfransungen zu experimentelleren Bereichen. Wobei diese Definition zugegebenermaßen auch nicht der Weisheit letzter Schluss ist."
mica-Musikmagazin: SOFT KILL OPTION – "Tubed" (Michael Ternai, 2015)

10. April 2013
"Die Musik von Maohl`s Gift, in ihrer Art von sehr vielschichtiger und erfrischend undogmatischer Natur, lebt vor allem von der kunstvollen und abwechslungsreichen Interaktion der vier Musiker untereinander. Wiewohl instrumental beschlagen und zu virtuosesten Taten befähigt, stellen sie den Willen, ihr Können in den Mittelpunkt zu rücken, allesamt bewusst hintan. Vielmehr begegnen sie sich gleichberechtigt und lassen sich gegenseitig auch den notwendigen Raum zur eigenen Entfaltung. Die Beteiligten wissen um die Verschiedenheit ihrer individuellen Klangsprachen und wissen die Umstand auch zu ihrem Vorteil zu nutzen. Auf diesem Wege erwachsen ihre Stücke zu in der Tat sehr abwechslungsreichen und variantenreichen Hörerlebnissen, in denen praktisch in jedem Moment etwas passiert. Darüber hinaus ist es Markus Ohler, HP Freudenthaler, Bernd Klug und Hubert Bründlmayr auch ein Anliegen, mit ihrer Musik die Gefühle und Emotionen der Hörerschaft wecken. Man hört zwar, dass die Band schon auch mal vertrackt und experimentell zu Werke geht, spürt es aber nicht, man nimmt die Vielschichtigkeit ihrer Nummern schon  wahr, wird von ihr aber nicht erschlagen. Und genau dieser Balanceakt zwischen Komplexität und Gefälligkeit macht auch den besonderen Reiz ihrer Musik aus."
mica-Musikmagazin: Maohl's Gift zu Gast in Kreuzstetten (Michael Ternai, 2013)

Diskografie (Auswahl)

2020 National Emergency - Soft Kill Option (Freifeld Tontraeger)
2015 Tubed - Soft Kill Option (cracked anegg records)
2013 In Search for the Red Thread - Maohl's Gift (Mons Records)
2008 Maohl's Gift - Maohl's Gift (Not On Label)

Literatur

mica-Archiv: Soft Kill Option

2013 Ternai, Michael: Maohl's Gift – In Search Of The Red Thread. In: mica-Musikmagazin.
2013 Ternai, Michael: Maohl's Gift zu Gast in Kreuzstetten. In: mica-Musikmagazin.
2015 Ternai, Michael: SOFT KILL OPTION – "Tubed". In: mica-Musikmagazin.
2016 JAZZWERKSTATT WIEN ZOOM! Festival 2016. In: mica-Musikmagazin.
2020 Ternai, Michael: SOFT KILL OPTION – "National Emergency". In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite: Maohl
SR-Archiv: Markus «Maohl» Ohler
Webseite: Maohl's GIFT
Webseite: Maohl's GIFT (alte Webseite)
Facebook: Maohl's GIFT
YouTube: Maohl's GIFT
Bandcamp: Maohl's GIFT
Musikergilde: Ohler, Markus
Webseite: Soft Kill Option
Soundcloud: Soft Kill Option
YouTube: Soft Kill Option
Webseite: Liberation Orchestra
Facebook: Liberation Orchestra
YouTube: Liberation Orchestra
Webseite: Take Two
Facebook: stubenteccno
Soundcloud: stubenteccno
Bandcamp: stubenteccno

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 9. 4. 2024): Biografie Markus Ohler. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/206980 (Abrufdatum: 14. 7. 2024).