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Rom/Schaerer/Eberle

Name der Organisation
Rom/Schaerer/Eberle
auch bekannt unter
Rom/Schaerer/Eberle
erfasst als
Ensemble
Trio
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Gattung(en)
Ensemblemusik
Bundesland
Wien
Rom/Schaerer/Eberle

Rom/Schaerer/Eberle © Reto Andreoli

Gründungsjahr: 2009

"So ein Jazz-Trio kann es eigentlich gar nicht geben: Stimme, Gitarre und Trompete. Aber was Rom-Schaerer-Eberle bietet, lehrt einen das Staunen. Die Stücke der drei Musiker strotzen nur so vor Spielwitz und Einfallsreichtum. Swing, Afrikanisches, Blues und gar Hip-Hop meint man zu erkennen. Doch in dieser Besetzung klingt alles anders. Es ist ein fulminantes Miteinander: Schaerer ist ein Stimmakrobat erster Güte und ein Vollgas-Performer, Eberle und Rom sind seine kongenialen Gefährten, mal lyrisch und virtuos, mal perkussiv und explosiv.

Seit der Gründung 2009 besticht das schweiz-östererreichische Trio Rom/Schaerer/Eberle in unkonventioneller Besetzung: Vokale Höhenflüge (Andreas Schaerer)  treffen auf  unverwechselbare Elektrogitarrensounds  (Peter Rom,) und einfühlsam virtuoses Trompetenspiel (Martin Eberle) – die Klangmöglichkeiten werden in einzigartiger Weise ausgeschöpft. Neben traumhaften Balladen und klangmalerischen Miniaturen sind es ebenso explosive rhythmische Elemente, welche die Transparenz und die musikalische Vielfalt dieser Formation auszeichnen."
Andreas Schaerer - Projekt Rom/Schaerer/Eberle, abgerufen am 28.01.2023 [https://andreasschaerer.com/projects/rom-schaerer-eberle/]

Stilbeschreibung

"Das Trio Rom/Schaerer/Eberle sucht sehr erfolgreich sein Heil in der bewussten klanglichen Reduktion. Alleine eine Gitarre, eine Trompete und ein auf unterschiedlichste Art eingesetztes Sprech- und Gesangsorgan reichen Peter Rom, Martin Eberle und Andreas Schaerer aus, um ihre ganz eigenen, irgendwo zwischen Beatboxing, aberwitziger Vokalkunst, rockigen Jazzelementen, Pop und afrikanischen Klangtraditionen angesiedelten  Vorstellungen zu realisieren. Lauscht man ihren Nummern, beschleicht einen schon irgendwie das Gefühl, als hätten die drei Jazzer einfach munter drauf losgespielt und erst im Nachhinein auf das Ergebnis geschaut. Natürlich ist dem nicht so, aber dennoch ist ihrer Musik eine Leichtfüßigkeit inne, die man in dieser Form sonst nicht allzu oft zu Gehör bekommt. Es wirkt hier alles sehr spontan und in keinem Moment irgendwie mühsam konstruiert."
mica-Musikmagazin: Kompost 3 und das Trio Rom/Schaerer/Eberle zu Gast bei der jazzahead! 2014 (Michael Ternai, 2014)

"Es ist die Kombination aus Gitarre, Trompete und Gesangsakrobatik, die hier die bestimmte Note ausmacht und das Dargebotene aus der Masse heraushebt. Peter Rom, Martin Eberle und Andreas Schaerer haben ihren eigenen Sound gefunden, einen, der weit über die herkömmlichen stilistischen Begrifflichkeiten hinausgeht, oder zumindest die Grenzen des Jazz, dem Umfeld aus dem alle drei entstammen, um eine Vielfaches verrückt. Beatboxing und aberwitzige Vokalkunst treffen auf rockige Jazzelemente, Swing, ein wenig Neue Deutsche Welle und Pop, Afrikanisches und sonst noch allerhand Schräges und Schönes aus den Weiten des Musikuniversums."
mica-Musikmagazin: ROM/SCHAERER/EBERLE – AT THE AGE OF SIX I WANTED TO BECOME A COOK (Michael Ternai, 2013)

Ensemblemitglieder

Peter Rom (Gitarre)
Andreas Schaerer (Gesang)
Martin Eberle (Trompete)

Pressestimmen (Auswahl)

20. Jänner 2014
über: At The Age Of Six I Wanted To Be A Cook - Rom/Schaerer/Eberle (UNIT Records/Werkstatt Records, 2013)
"Das Debut dieser drei Herren habe ich im Prinzip schon über den grünen Klee gelobt und jetzt … machen sie es einfach nochmal. Noch besser, noch schöner, noch verspielter. »At the Age of Six I wanted To Be A Cook« bietet erneut eine multikulturelle Herumtollerei im großen Garten der Improvisationsmusik. Eine Art Worldjazzjuxerei, die streckenweise wie eine Wiedererweckung von Codona wirkt, der legendär leichtfüßigen ECM-Einspielung von Collin Walcott, Don Cherry und Nana Vasconcelos – nur dass Rom, Schaerer, Eberle einen Hauch zu viel Helium genascht haben und der Tanzfuß generell lockerer ans Schambein angeschraubt wirkt. Bei so viel unverbraucht wirkender Kreativität (ja, okay, irgendwo schwebt da auch der Geist von Bobby McFerrin über dem Wasser und pfrrtet und quirkt und pftstst was das Zeug hält) muss natürlich auch die Geschmeidigkeit und Virtuosität (das eine folgt aus dem anderen) erwähnt werden. Die überdrehten Blumenstraußvocals besorgt Andreas Schaerer, den verträumt-verspielten Ton auf Trompete und Flügelhorn trifft stets (der vielbeschäftigte) Martin Eberle, die vielseitige, enorm präzise Gitarre spielt Peter Rom. Alle drei sind das vermutlich farbenfroheste Ensemble im heimischen Jazz. Bunte Hunde sozusagen. Ein Glück, dass sie keine Köche geworden sind, sondern stattdessen unsere Ohren verzaubern."
skug: At The Age Of Six I Wanted To Be A Cook - Rom/Schaerer/Eberle (Curt Cuisine, 2014), abgerufen am 01.03.2023 [https://skug.at/at-the-age-of-six-i-wanted-to-be-a-cook-rom-schaerer-eberle/]

17. September 2013
über: At The Age Of Six I Wanted To Be A Cook - Rom/Schaerer/Eberle (UNIT Records/Werkstatt Records, 2013)
"Dies äußert sich dadurch, dass die stilistisch sehr vielfältigen Stücke, die dieses Mal aus der Feder aller drei Beteiligten stammen, trotz der Vielzahl der unterschiedlichen Einflüsse ohne viel Zögern und allzu größere Spielerein auf den Punkt gebracht werden. Peter Rom, Martin Eberle und Andreas Schaerer verzichten auf alles Ausufernde und Weitläufige, sie fassen sich kurz und verarbeiten ihre vielen, vielen Ideen ohne Umschweife  in eher knapp gehaltenen musikalischen Statements. Erstaunlich ist, und hier zeigt sich auch das besondere Können der drei niemals einem Experiment abgeneigten Musiker, dass es ihnen dabei gelingt, niemals überhastet oder hektisch zu wirken. Ihre Nummern sind trotz des Umstands, dass doch immer viel passiert, doch sehr stimmiger und fließender Natur."
mica-Musikmagazin: ROM/SCHAERER/EBERLE – AT THE AGE OF SIX I WANTED TO BECOME A COOK (Michael Ternai, 2013)

11. April 2012
über: Please Don't Feed The Model - Rom/Schaerer/Eberle (UNIT Records/Werkstatt Records, 2011)
"Faszinierend sind besonders diese hörbare Leichtigkeit und der immense Spielwitz, mit denen Schaerer, Eberle und Rom zu Werke gehen. Obwohl die zwischen organisiertem Lärm und wunderbaren, fast schon balladesken Melodielinien hin und her pendelnde Musik vom instrumentalen und kompositorischen Blickpunkt komplexer Natur ist, gelingt es dem furios spielenden Dreiergespann dieser alle Kopflastigkeit zu nehmen. Die ungemein stimmungsvollen Stücke fließen, grooven manchmal ordentlich und strotzen vom ersten bis zum letzten Ton nur so vor Ideenreichtum, wunderbaren Melodiebögen und überraschenden Wendungen, die einmal in die eine Richtung, einmal in die andere Richtung führen. Mit "Please don't feed the Model" liefern Peter Rom, Andreas Schaerer und Martin Eberle höchst eindrucksvoll den Beweis, wie innovativ und erfrischend man den Jazz auch noch heute interpretieren kann. Bleibt zu hoffen, dass man von diesem außergewöhnlichen Trio auch in Zukunft noch so einiges zu hören bekommen wird."
mica-Musikmagazin: ROM/SCHAERER/EBERLE PRÄSENTIEREN "PLEASE DON'T FEED THE MODEL" (Michael Ternai, 2012)

16. November 2011
über: Please Don't Feed The Model - Rom/Schaerer/Eberle (UNIT Records/Werkstatt Records, 2011)
"Ein Jahr hat diese CD von der Aufnahme im Wiener Clipwerk bis zur Veröffentlichung gebraucht und man darf ruhig sagen, dass sich das Warten gelohnt hat. Vorausgesetzt, man hat auf ein Jazztrio gewartet, das aus einem Gitarristen, einem Trompeter und einem Sänger (und gleichzeitiger Human Beatbox) besteht. Eine komische Besetzung ist das? Ja, fein, nicht? Macht vom ersten Stück an sofort Laune, zieht einen rein in eine unbeschwerte, weltoffene Lust am Spiel, die im Grunde nur deswegen unter dem Etikett »Jazz« läuft, weil es sonst keine Schublade dafür gibt. Ein wild durchgemischter Weltpop ist das, oft auf fast schon naive Weise experimentierfreudig, hin und wieder erstaunlich authentisch nach afrikanischer native music klingend, dann wieder entzückend minimalistisch. Und klingt der Sänger auf »Last Man Standing« nicht stellenweise sogar wie Bobby Mc Ferrin? Ja, so sehr aus der allen Zeiten und Schubladen gefallen klingt diese CD. Was sie zu einem Fest für unbeschwerte Querdenker und vor allem Querhörer macht. Großartig. PS: Wunderschöne Arbeit am Flügelhorn, Herr Eberle."
skug: Please Don't Feed The Model - Rom/Schaerer/Eberle (Curt Cuisine, 2011), abgerufen am 01.03.2023 [https://skug.at/please-dont-feed-the-model-rom-schaerer-eberle/]

Diskografie (Auswahl)

2013 At The Age Of Six I Wanted To Be A Cook - Rom/Schaerer/Eberle (UNIT Records/Werkstatt Records)
2011 Please Don't Feed The Model  - Rom/Schaerer/Eberle (UNIT Records/Werkstatt Records)

Literatur

mica-Archiv: ROM/SCHAERER/EBERLE

2012 Ternai, Michael: ROM/SCHAERER/EBERLE PRÄSENTIEREN "PLEASE DON'T FEED THE MODEL". In: mica-Musikmagazin.
2012 Ternai, Michael: Rom/Schaerer/Eberle auf Tour. In: mica-Musikmagazin.
2013 Ternai, Michael: mica-Interview mit Peter Rom (Rom/Schaerer/Eberle). In: mica-Musikmagazin.
2013 Ternai, Michael: ROM/SCHAERER/EBERLE – AT THE AGE OF SIX I WANTED TO BECOME A COOK. In: mica-Musikmagazin.
2014 Ternai, Michael: Kompost 3 und das Trio Rom/Schaerer/Eberle zu Gast bei der jazzahead! 2014. In: mica-Musikmagazin.
2014 Felber, Andreas: Szene im Umbruch: Abschiede und Newcomer prägten in den letzten Jahren die österreichische Jazzlandschaft. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite - Andreas Schaerer: Projekt Rom/Schaerer/Eberle
austrian music export: Rom/Schaerer/Eberle 
SRA-Archiv: Rom/Schaerer/Eberle
Facebook: Rom/Schaerer/Eberle

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 1. 3. 2023): Rom/Schaerer/Eberle. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/207218 (Abrufdatum: 22. 4. 2024).