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Härtel Dietlinde

Vorname
Dietlinde
Nachname
Härtel
auch bekannt unter
Linde Härtel, Linde Härtel-Zivadinovic, deeLinde
erfasst als
Interpret:in
Komponist:in
Ausbildner:in
Musikpädagog:in
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Volksmusik/Volkstümliche Musik
Pop/Rock/Elektronik
Instrument(e)
Violoncello
Stimme
Violine
Viola
Geburtsjahr
1985
Geburtsland
Österreich
Dietlinde Härtel (deeLinde)

deeLinde © Julia Wesely

"deeLinde ist 1985 in eine Musikantenfamilie hineingeboren und wuchs in der Steiermark, umgeben von österreichischer Volksmusik, auf, und studierte Konzertfach Cello an der KUG.

Als freischaffende Musikerin sang und spielt deeLinde in zahlreichen Projekten, Ensembles und Produktionen die sie bis ins Sydney Opera Haus, Ägypten, USA, China, Pakistan und die halbe Welt brachten. Zu ihren eigenen Projekten gehören das international gefeierten Streichtrio Netnakisum, mit dem sie fünf Alben releast und die Kusimanten.

Mit der Band Madame Baheux gewann sie 2014 den World Music Award und 2019 mit Shreefpunk den Neuen Deutschen Jazzpreis. deeLinde ist neben ihrem Hauptinstrument, Cello und Gesang, für Vielseitigkeit bekannt.

Ihre Wurzeln, die in der Volksmusik liegen, sind nach wie vor ein wichtiger Wegbegleiter. Sie unterrichtet Tanzmusik auf zahlreichen Workshops und man kann das Jodeln bei ihr erlernen.                                                                                
Die Jodler Lern APP oder der internationale online Jodelworkshop für den arabischen Raum, zählen zu den außergewöhnlichen Erfolgen von deeLinde.

deeLinde ist außerdem stolze Mutter von drei Kindern und studiert seit 2022 WS Musiktherapie an der KUG."
deeLinde (11/2023), Mail

Auszeichnungen

2008 Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten: Förderprogramm "The New Austrian Sound of Music 2009–2010" (mit netnaksium)
2009 Preis der deutschen Schallplattenkritik e.V. (Deutschland): Nominierung (Album "Nutville", mit netnaksium)
2014 Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich: World Music Award (mit Madame Baheux)
2016 Call 33 - Österreichischer Musikfonds: Förderung (mit KUSIMANTEN)
2017 Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich: Förderprogramm "The New Austrian Sound of Music 2018–2019" (mit KUSIMANTEN)
2019 IG Jazz Mannheim (Deutschland): Neuer Deutscher Jazzpreis (mit Shreefpunk plus Strings (netnaksium))

Ausbildung

1991–1999 Musikschule Frohnleiten: Viononcello (Georg Ludvig)
2000–2005 KUG – Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Violoncello (Rudolf Leopold)
2022–heute KUG – Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Musiktherapie

Tätigkeiten

2009–heute als Musikerin unter dem Künstlernamen deeLinde tätig

Mitglied in den Ensembles/Orchestern
1997–heute Citoller Echo, Deutschfeistritz: Cellistin, Bratschistin, Sängerin (gemeinsam Marie-Theres Härtel (va, voc), Hermann Härtel (vl), Eddie Luis)
1997–heute Citoller Tanzgeiger, Deutschfeistritz: Cellistin (gemeinsam mit Ingeborg Härtel (vl), Hermann Härtel (vl), Hubert Pabi (harm), Ewald Rechberger (tb), Vinzenz Härtel (vl), Marie-Theres Härtel (va))
2004–heute netnaksium: Mitbegründerin, Cellistin (gemeinsam mit Marie-Theres Härtel (va, voc), Claudia Schwab (vl, voc))
2014–2020 KUSIMANTEN: Bratschistin, Sängerin (gemeinsam mit Tamara Lukasheva (voc), Marie-Theres Härtel (va, voc))
2013–2016 Madame Baheux: Cellistin, Sängerin (gemeinsam mit Jelena Popržan (va, voc), Ljubina Jokić (voc, git), Lina Neuner (db), Maria Petrova (schlzg))
2021–heute Härtel-Quintett: Braschistin, Cellistin, Sängerin (gemeinsam mit ihren Geschwistern und Freunden)
2022–heute Duo deeLinde & Emiliano Sampaio: Cellistin (gemeinsam mit Emiliano Sampaio (pos, git))
2023–heute Sandy Lopicic Orkestra: Violinistin, Cellistin, Sängerin

Zusammenarbeit u. a. mit: Erika Stuky, Marko Zivadinovic, Christoph Burgstaller, 5/8erl in Ehr´n, Nenad Vasilic, Matthias Schriefl, Sebastian Fuchsberger, Christian Bakanic, Manuel Normal, Julia Wesely, Lyricool & Lipicool Lips, Peter Crann, Heidrun Härtel, Johannes Bär, Peter Tomic, Tristan Schulze, Claudia Schwab, Christoph Moser, Jon Sass, Hans Hassler, Nina Proll, Alma

Pressestimmen (Auswahl)

26. Juni 2017
über: Bleib ein Mensch - KUSIMANTEN (Leo Records, 2017)
"Widmeten sich Marie-Theres Härtel (Viola) und deeLinde (Cello) mit Netnakisum noch fast ausschließlich der kunstvollen Erneuerung der österreichischen Volksmusik, so vollziehen sie gemeinsam mit der Sängerin Tamara Lukasheva einen doch deutlichen musikalischen Richtungswechsel. Bei den Kusimanten erfährt das musikalische Spektrum des Dargebotenen eine deutliche Erweiterung. Volksmusikalische Klänge finden in den Stücken des österreichisch-ukrainischen Trios – wenn überhaupt – nur noch in Spurenelementen statt. Das musikalische Geschehen verortet sich auf "Bleib ein Mensch" auf einer stilistisch sehr offenen Ebene. Die Stücke gleichen einer ereignisreichen Reise durch die verschiedensten klanglichen Umgebungen – von der Klassik geht es ins Kammermusikalische, vom Jazz hin zu den verschiedensten Folkloren, von der musikalischen Tradition des europäischen Westens in die des Ostens. Da und dort klingen dann auch einmal etwas Funk und Pop durch. Eine erfrischend wilde Mischung, die sich jeder eindeutigen Kategorisierung auf ganz wunderbare Weise entzieht. [...] "Bleib ein Mensch" ist ein Stück Musik, das vor allem wegen seiner stilistischen Unschärfe zu gefallen weiß. Marie-Theres Härtel, deeLinde und Tamara Lukasheva verwirklichen in ihren Nummern eine musikalische Sprache, die man in dieser Form bislang noch selten gehört hat. Der Klang der Kusimanten hat etwas erfrischend Neues an sich, einen Ton, der einen wirklich genauer hinhören lässt."
mica-Musikmagazin: KUSIMANTEN – "Bleib ein Mensch" (Michael Ternai, 2017)

09. September 2014
über: Hoamweh - netnakisum (tradmotion, 2014)
"Die Musikantinnen deeLinde (Cello, Gesang), Claudia Schwab (Violine, Gesang) und Marie-Theres Härtel (Viola, Gesang) waren ja noch nie wirklich bekannt dafür, dass sie sich über stilistische Fragestellungen allzu viele Gedanken gemacht hätten. Immer schon in konsequenter Weise die kunstvollen musikalischen Grenzüberschreitungen praktizierend, waren ihre Nummern seit Anbeginn von einer sehr vielschichtigen und abwechslungsreichen Note geprägt. Was sich klarerweise auch auf dem neuen Album "Hoamweh" nicht geändert hat [...]. War es früher noch vorwiegend die Volkmusik aus Österreich, die die Basis der Nummern bildete, lässt sich das keinem Experiment abgeneigte Dreiergespann auf "Hoamweh" dieses Mal hörbar von Musiken, Liedern und Klangtraditionen aus allen Himmelsrichtungen inspirieren. So kann es schon vorkommen, dass ein Stück im eher kammermusikalischen Kontext beginnt und dann plötzlich eine Richtungsänderung zu einer Art alpinem Country-Folk vollzieht [...]. An anderer Stelle wiederfährt dann wiederum einem steirischen Landler eine seltsam schräge musikalische Begegnung mit rhythmischen Tihais [...]. "Hoamweh" ist ein Album geworden, das, je öfter man es sich anhört, mehr und mehr wächst und an Intensität gewinnt. deeLinde, Claudia Schwab und Marie-Theres Härtel bringen Klänge zu Gehör, die auf magische Weise berühren, anziehend wirken und auch nach mehrmaligen Durchläufen nichts von ihrem Reiz verlieren. Wirklich empfehlenswert."
mica-Musikmagazin: NETNAKISUM – "Hoamweh" (Michael Ternai, 2014)

26. Oktober 2014
"Exzentrisch gab sich auch die Wiener Frauenkombo Madame Baheux. Die famose Sängerin Jelena Poprzan lockt in balkanische Schluchten ebenso wie auf die weinbewachsenen Wiener Hausberge. Georg Kreislers "Meine Freiheit, deine Freiheit", als altösterreichischer Rap angekündigt, begeisterte wie das hypnotische, gitarrengetriebene "Ljubi's Song". Highlight aber war "Das Schawapeanzara-Lied", das die Konflikte zwischen Hiesigen und "Zuagrasten" pointenreich abhandelte. Wie Poprzan da das imaginäre Experimentalwienerisch des Komponisten Richard Schuberth zungentechnisch bewältigte, das hatte wahrhaft Artistisches.
"
Die Presse: Jazz & The City - Kunstkrawall und Zungenartistik (Samir H. Köck, 2014), abgerufen am 01.09.2020 [https://www.diepresse.com/4197309/jazz-the-city-kunstkrawall-und-zungenartistik]

26. September 2012
"Was Netnakisum im eigentlichen Sinne zelebrieren, ist die hohe Kunst des Crossovers. Aus all den, auf den ersten Blick nicht wirklich miteinander kompatibel erscheinenden Versatzstücken, formen die drei Musikerinnen ihre ureigene, unverkennbare und manchmal auch sehr schräg anmutende Klangsprache, die sich nur schwer in eine bestimmte Kategorie einordnen lässt. Es macht schlicht und einfach Spaß, der Musik des Trios zu lauschen. Besonders auf der Bühne entfalten die Steirerinnen ihr wahres Können, offenbaren sie doch neben ihrem songwriterischen Talent auch ungeahnte Entertainer-Qualitäten. Die nach eigener Definition "verdrahten Musikanten" sind stets in der Lage, ein musikalisches Feuerwerk zu entfachen, dem sich das Publikum oftmals nur schwer entziehen kann."
mica-Musikmagazin: Netnakisum auf Konzertreise (Michael Ternai, 2012)

13. Mai 2011
über: Das Geheimnis der Alpenstube - netnakisum (Geco Tonwaren, 2011)
"Bei der Musik erweisen sich Netnakisum allerdings erneut als steirische "Specialists in all Styles", wobei ihr Augenmerk freilich wieder auf einer modernen Adaption alpiner Volksmusik liegt. Aber neben Klassik- und Jazzakzenten gibt es auch einen wunderbaren Peter-Kraus-Cover, eine abgefahrenen Deep Purple-Interpretation, ein nettes russisches Zigeunerlied oder so eine richtige Schmachtnummer aus der ruralen Diskowelt zu hören, wo die drei schon mal ihre Streichinstrumente mit den elektrischen Einen vertauschen, die gezupft und geschlagen werden wollen. "Das Geheimnis der Alpenstube" ist eine musikalisch ebenso solide wie kurzweilige Angelegenheit, wobei das Rundherum der nicht besonders originellen Rahmenhandlung die künstlerische Arbeit von Netnakisum keineswegs ideal ergänzt."
mica-Musikmagazin: Netnakisum: Das Geheimnis der Alpenstube (Thomas Divis, 2011)

23. Dezember 2007
über: netnakisum - netnakisum (Geco Tonwaren, 2007)
"Die vier Mädels von Netnakisum nehmen sich ohne Scheu Elemente etwa aus dem balkanischen oder lateinamerikanischen Bereich und gehen selbstbewusst auf Seiten-, Um- und Hauptverkehrswegen der Musikwelt. »Veinte Anos« entpuppt sich als waschechter Tango, »Fuchur« ist der neuen Gattung des chinesischen Tangos zuzuordnen, während »Le Onde« ein elegischer Walzer in Moll ist. Vorwiegend sind es jedoch Polka, Galopp und Marsch, die von den Netnakisum-Frauen intoniert werden. Da geht’s mitunter durchaus zünftig zu und offensichtlich ließ sich der eine und andere Juchazer nicht unterdrücken, was einige Stücke in gefährliche Nähe zur aufgesetzten Fröhlichkeit früherer Hubert-von-Goisern-Stücke bringt. Netnakisum sind eben auch eine Spaßpartie, in dem Sinn, dass sie ihre Sache mit großer Freude und Lust tun und mit einem gehörigen Maß Ironie ans Werk gehen."
skug: »s/t« - Netnakisum (Jenny Legenstein, 2007), abgerufen 27.10.2020 [https://skug.at/s-t-netnakisum/]

Diskpografie

2021 Session 1 - Härtel-Quintett
2018 Keine Angst vor Shreefpunk - Matthias Schriefl feat. netnakisum & Streicher der Münchner Philharmoniker (Resonando)
2018 Europa - Matthias Schriefl mit Shreefpunk plus Big Band (Resonando)
2017 Bleib ein Mensch - Kusimanten (Leo Records)
2014 Hoamweh - netnakisum (tradmotion)
2014 Madame Baheux - Madame Baheux (Lotus Records)
2012 Live im Allgäu - netnakisum & Matthias Schriefl (Netnakisum Self-Release)
2011 Das Geheimnis der Alpenstube - netnakisum (Geco Tonwaren)
2010 Wean hean Volume 10: Das Wienerliedfestival (HeiVo) // Track 3: Ballade
2010 Bitteschön! - 5/8erl in Ehr'n (Viennese Soulfood Records) // Track 4: Schneid Die Melone An
2009 Nutville - netnakisum (Geco Tonwaren)
2009 Austrian Music Box 09: Jazz World // Track 2: Abendzuckerl
2008 Wean hean Volume 08: Das Wienerliedfestival (HeiVo) // Track 12: Los Potes de San Andres
2008 Laiberltausch - Manuel Normal vs. netnakisum (Manuel Norman Records)
2007 netnakisum - netnakisum (Geco Tonwaren)

Literatur

mica-Archiv: netnasikum
mica-Archiv: Kusimanten

2007 Ternai, Michael: NETNAKISUM in der Sargfabrik. In: mica-Musikmagazin.
2008 Ternai, Michael: LinzFest 08. In: mica-Musikmagazin.
2008 Ternai, Michael: Musikfest Waidhofen an der Thaya. In: mica-Musikmagazin.
2008 Ternai, Michael: Netnakisum im RKH. In: mica-Musikmagazin.
2009 Ternai, Michael: Der erste 9er Sessellift – Netnakisum & 5/8erl in der Kreuzstettener 9er Bar. In: mica-Musikmagazin.
2009 Masen, Michael: Viennese Soulfood Festival. In: mica-Musikmagazin.
2009 mica: World Music Open Air in Wr. Neustadt. In: mica-Musikmagazin.
2009 Ternai, Michael: Salon Skug präsentiert Netnakisum. In: mica-Musikmagazin.
2009 Ternai, Michael: Netnakisum beim Seelax Festival. In: mica-Musikmagazin.
2010 mica: Expo 2010 Shanghai – Konzertprogramm am Österreich-Pavillon. In: mica-Musikmagazin.
2011 Ternai, Michael: Der Internationale Frauentag und das österreichische Musikleben. In: mica-Musikmagazin.
2012 Ternai, Michael: Netnakisum auf Konzertreise. In: mica-Musikmagazin.
2016 mica: Österreichischer Musikfonds-Förderungen CALL 33. In: mica-Musikmagazin.
2017 mica: THE NEW AUSTRIAN SOUND OF MUSIC 2018/2019. In: mica-Musikmagazin.
2017 Seierl, Antonia: Rückblick auf 2017: Ein spannendes Jahr geht zu Ende. In: mica-Musikmagazin.
2017 Ternai, Michael: KUSIMANTEN – "Bleib ein Mensch". In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Facebook: Linde Deelinde
Wikipedia: netnakisum
austrian music export: netnakisum
SR-Archiv: netnakisum
Facebook: netnakisum
Webseite: Die Citoller Tanzgeiger
Ö1 - ORF: Die Geschwister Härtel
Familie: Ingeborg Härtel (Mutter), Hermann Härtel (Vater), Marie-Theres Härtel (Schwester), Hermann Härtel (Bruder), Matthias Härtel (Bruder), Vinzenz Härtel (Bruder)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 31. 1. 2024): Biografie Dietlinde Härtel. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/208487 (Abrufdatum: 22. 7. 2024).

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