Gansch & Roses

Name der Organisation
Gansch & Roses
erfasst als
Ensemble
Septett
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Gattung(en)
Ensemblemusik
Bundesland
Wien

Gansch & Roses © Julia Wesely

Gründungsjahr: 2001

Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Vienna Art Orchestras gründete Gansch seine erste eigene Band Gansch & Roses für die er selbst Kompositionen und Arrangements schuf.

Die erste Komposition für die Gruppe war der Ragtime Roll on Jelly, ursprünglich für das Vienna Art Orchestra geschrieben und im Programm des Jahres 2000 A Centenary Journey uraufgeführt. Erstes Konzert im Juni 2001 in Waidhofen an der Ybbs. Zu Beginn bestand das Programm noch zur Hälfte aus Triostücken mit Florian Bramböck und Georg Breinschmid. Es wurden hauptsächlich Eigenkompositionen gespielt, später begann Thomas Gansch auch Stücke zu arrangieren. Die Band besteht seither aus 7 bis 11 Musikern.

Der Sound sowie die Besetzung erinnert an eine kleine Big Band mit einem klaren Bläserfokus. Starke Einflüsse sind hörbar von Thad Jones/Mel Lewis Big Band, Duke Ellington, Count Basie, Quincy Jones, Scott Bradley, Johann Strauß Sohn sowie österreichischer Volks- und amerikanischer Filmmusik im Allgemeinen.

Stilbeschreibung

"So klingen die Kompositionen schrill und schräg, charmant und rasant, verträumt und fröhlich, frech und schön schnulzig, verspielt und geistreich und haben bis heute nichts von ihrem außergewöhnlichen Charme und Facettenreichtum eingebüßt. Genrebedingte Grenzen, sollte es diese überhaupt geben, verlaufen fließend. Trotz der an sich komplexen Strukturen, hat Thomas Gansch beim Komponieren niemals den Roten Faden aus den Augen verloren und hat jedem einzelnen Stück sein ganz eigenes Leben eingehaucht. Es entstand ein steter, organischer Fluss von Klangfarben, die transparent und doch organisch sind. Daher macht es  immer noch Spaß, diesen Songs zu lauschen [...]."
mica-Musikmagazin: Gansch & Roses im Porgy (Michael Ternai, 2008)

Auszeichnungen

2001 Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich: Stipendium "The New Austrian Sound of Music 2002–2003"
2001–2002 Porgy & Bess, Wien: Stageband

Ensemblemitglieder

2001–heute Gansch Thomas (Gründer, Leiter, Komponist, Trompete, Flügelhorn, Gesang)

variabe Besetzung u.a. mit:
Saxoponisten
2001–2006 Florian Bramböck
2002 Harry Sokal
2002 Herwig Gradischnig
2008 Wolfgang Puschnig
2008, 2011, 2015 Florian Trübsbach
2011, 2016 Klaus Dickbauer
2015 Gary Smulyan
2015 Jure Pukl
2016 Fabian Rucker
Clemens Salesny

Trompeter
2002 Thorsten Benkenstein
2008, 2016 Tobias Weidinger
2008 Matthias Schriefl
2009–2010 Adam Rapa
2009–2010 Bryan Davis
2011 Aneel Soomary
2015 Chuck Findley

Posaunisten
2002 Dominik Stöger
2008 Johannes Herrlich
2015 Wycliffe Gordon
2015–2016 Alois Eberl

Tubisten
2002 Ed Partyka (Bassposaune)
2011 Robert Bachner (Euphonium)
2015 David Taylor (Bassposaune)

Bassisten
2001–2003 Georg Breinschmid (Kontrabass)
2008 Joschi Schneeberger (Kontrabass)
2011 Jojo Lackner (Bass)
2015 Paulo Cardoso (Bass)
2016 Uli Langthaler (Bass)

Pianisten
2011 Michael Hornek
2016 Oliver Kent

Schlagzeuger
2011 Mario Lackner
2002, 2008, 2015, 2016 Mario Gonzi
Lukas König

Pressestimmen

08. September 2011
über: Hot Feet: Live 2009 - Gansch & Roses (Geco Tonwaren, 2009)
"Das Album klingt fast so, als hätte es die fünf Jahre nicht gegeben. Musikalisch schließt das Zweitlingswerk nahtlos an das Debüt an, allein mit dem Unterschied, dass Thomas Gansch noch ausgefeilter an einem eigenständigen Sound gearbeitet hat. So vermengt der Trompeter gekonnt bekannte Zitate aus dem traditionellen Jazz mit Einflüssen aus dem Blues. Der Facettenreichtum der Kompositionen führt zu einer enormen Vielschichtigkeit, was dazu führt, dass kein Track wie der andere klingt."
mica-Musikmagazin: Gansch & Roses zu Gast im Porgy (Michael Ternai, 2011)

09. November 2010
über: Reseal - Gansch & Roses (Schagerl Records, 2010)
"Zur CD-Präsentation von "Reseal" lud Thomas Gansch quasi in sein Wohnzimmer. Mit dabei Familie, Freunde und Fans. Dass die alle nicht Platz fanden in den Kellergewölben des Porgy versteht sich von selbst. Will sagen: Der Laden war voll. So war die Atmosphäre in doppelter Hinsicht aufgeheizt - thermisch als auch aus Vorfreude. Die Band verspricht ja seit jeher nicht nur gute Schmähs, sondern wie ganz nebenbei Virtuosität und Einfallsreichtum an den Instrumenten auf Weltniveau. Zur Verstärkung waren heuer wie schon 2009 geladen die beiden Spitzentrompeter Adam Rapa (USA) und Bryan Davis (GB). Rapa, mittlerweile ein Global Player der Szene mit starker medialer Präsenz, zeigte neben famosem Spiel auch Qualitäten als Spaßmacher - ihm war eine Freude anzumerken, die durchaus als ehrlich hingenommen werden kann."
Kulturwoche.at: Gansch and Roses live im Porgy & Bess (Peter Mußler), abgerufen am 20.10.2022 [https://www.kulturwoche.at/musik/2474-thomas-gansch-konzertkritik]

Diskografie (Auswahl)

2010 Reseal - Gansch & Roses (Schagerl Records)
2009 Hot Feet: Live 2009 - Gansch & Roses (Geco Tonwaren)
2003 Gansch & Roses 2 - Gansch & Roses (Universal Music Austria)
2002 Gansch & Roses - Gansch & Roses (Quinton Records)

Literatur

2007 Rosenberger, Werner: Gansch & Roses. In: mica-Musikmagazin.
2008 Ternai, Michael: Gansch & Roses im Porgy. In: mica-Musikmagazin.
2009 Ternai, Michael: Thomas Gansch – Hot Feet. In: mica-Musikmagazin.
2011 Ternai, Michael: Gansch & Roses zu Gast im Porgy. In: mica-Musikmagazin.
2012 Ternai, Michael: mica-Porträt: Thomas Gansch. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Oesterreichisches Musiklexion online: Gansch & Roses
SRA-Archiv: Gansch and Roses

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 21. 1. 2023): Gansch & Roses. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/32509 (Abrufdatum: 1. 2. 2023).

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