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Raab Lorenz

Vorname
Lorenz
Nachname
Raab
auch bekannt unter
Lorenzo da Ponte
erfasst als
Interpret:in
Musiker:in
Bandmanager:in
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Neue Musik
Klassik
Pop/Rock/Elektronik
Subgenre
Contemporary
Crossover
Experimental/Intermedia
Instrument(e)
Trompete
Geburtsjahr
1975
Geburtsort
Linz
Geburtsland
Österreich

© Julia Stix

Auszeichnungen
1989 Jugend musiziert Erster Preis beim Bundeswettbewerb
1991 Erster Preis beim Holz- und Blechbläserwettbewerb Yamaha
1998 Gradus ad parnassum Dritter Preis
1998 Zweiter Preis beim Wettbewerb mit Verpflichtung zu Solokonzerten (Internationale Trompetentage, Bremen)
1999 Semifinalist beim Internatinoalen Trompetenwettbewerb Lieska (Finnland)
2003 Austrian Music Office Hans Koller Preis: Publikumspreis
2004 Austrian Music Office Hans Koller Preis: Newcomer des Jahres
2006 Austrian Music Office Hans Koller Preis: CD Bleu "play", Nominierung zur CD des Jahres
2007 Austrian Music Office Hans Koller Preis: Nominierung zum Musiker des Jahres

Ausbildung
1989 - 1997 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Studium Konzertfach (1. Diplomprüfung im Jänner 1997 mit einstimmiger Auszeichnung) Trompete Holler Adolf
1995 - 1997 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Studium der Instrumentalpädagogik
1997 - 1999 Bremen - Deutschland Weiterbildung an der Trompetenakademie Bremen (M. Höfs, B. Nilson, T. Stevens, J. Thompson)
1999 - 2002 Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Studium Konzertfach Trompete Gansch Hans

Tätigkeiten
1995 - 1998 Gustav Mahler Jugendorchester 1. Trompeter; Konzerte mit Haitinik, Boulez, Fischer, Nagano, Bychov, Gatti, Abbado u.a.
1997 - 2003 Mitglied des Mahler Chamber Orchestra unter Claudio Abbado und Daniel Harding
1999 seitdem Mitglied des Ensembles Pro Bass
2000 - 2003 Bremen - Deutschland stellvertretender Solotrompeter im Philharmonischen Staatsorchester Bremen
2002 Budapest seither Mitglied der EBU Big Band
2003 Volksoper Wien Wien seither Solotrompeter
2005 - 2006 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Zeitvertrag als Vertretung
2005 - 2010 Unterrichtstätigkeit Jeunesse Orchestercamp Salzburg und Graz
2010 Niederösterreichisches Musikschulwerk seitdem Dozent
2017 Bundeskanzleramt, Sektion für Kunst und Kultur - Abteilung 2 Musik und darstellende Kunst: Jurymitglied der Startstipendien für Musik (gemeinsam mit Nazanin Aghakhani, Morgana Petrik)

2004–heute :xy Band: Trompeter (gemeinsam mit Christof Dienz (E-Zither), Matthias Pichler (Bass), Oliver Steger (Bass), Herbert Pirker (Schlagzeug))
2008–heute RaaDie: Trompeter (gemeinsam mit Christof Dienz (E-Zither und Electronics))
2013–heute Lorenz Raab & David Helbock Duo: Trompeter (gemeinsam mit David Helbock (pn))
2015–heute Lorenz Raab Liwanzen: Trompeter (gemeinsam mit Philipp Nykrin (keyb), Alois Eberl (pos), Florian Klinger (perc), Oliver Steger (db), Rainer Deixler (perc, dr), Simon Raab (pf))
2018–heute Orjazztra Vienna: Trompeter
2020 [Projekt-One-Sextett]: Trompeter (gemeinsam mit Florian Klinger (Vibraphon), Fabian Rucker (Saxophon), Georg Vogel (Klavier), Raphael Preuschl (Bass), Andreas Lettner (Schlagzeug); Gäste: Huiseung Yoo (Violine), Helmut Hödl (Klarinette), Al-Khabir Richman (Gesang), Patrizia Ferrara (Gesang))
 

Band/Ensemblemitglied bei Oskar Aichinger Sextett, Flip Philipp Quartett, Janus Ensemble, Nouvelle Cuisine Bigband, Trompeteria, Bleu, Lubric Flow, Operator, Spice & Lorenzo da Ponte, Jasbar Consort, Primary Rocks, Maalo u.a.
Zusammenarbeit mit: Sabina Hank, DZihan&Kamien, Sammy Figueroa, Wolfgang Puschnig, Beni Schmid, Aleksey Igudesman, Christian - Wolfgang und Gerhard Muthspiel, Peter Herbert, Alex Deutsch, Christoph Cech, Christian Mühlbacher, Andi Schreiber, Max Nagl, John Purcell, Harry Sokal, Oskar Aichinger, Hans Steiner, Martin Siewert, Christian Salfellner, Flip Philipp, Achim Tang, Ernst Reijseger, Melissa Coleman, Otto Lechner, etc.

Pressestimmen
8. Jänner 2019
über: Vast Potential - RaaDie (Traumton Records, 2019)
"Trompeter Lorenz Raab und Zitherspieler Christof Dienz haben bereits im Jahr 2008 gemeinsam eine Duo-EP veröffentlicht, die aus vier frei improvisierten und live mitgeschnittenen Stücken besteht. Davor und danach gab es auch einige weitere Projekte, wie zum Beispiel die XY-Band, an denen beide beteiligt waren. Trotz all der bisherigen Kollaborationen entschlossen sich Raab und Dienz jedoch erst vor zwei Jahren dazu, eine vollständige Duo-CD im Studio einzuspielen. Dabei herausgekommen ist nun ein sehr sphärisches Werk ganz im Zeichen der Reduktion, denn gearbeitet wurde nur mit Trompete, E-Zither, einem Loop-Gerät und ein paar Electronics. Von den neun Kompositionen auf »Vast Potential« stammen drei von Lorenz Raab und sechs von Christof Dienz. Letzterer hat sich für Stücke wie »Hey Lo!« und »Subtle Land« eingängige Melodien einfallen lassen, die Raab auf eine singende Art und Weise durch sein Trompetenspiel zum Leben erweckt. Ja, diese Stücke lassen sich nach einmaligem Hören bereits mitsummen, man könnte sie fast als die »Hits« des Albums bezeichnen. Neben einigen anderen, ähnlich gearteten Stücken aus Dienz’ Feder gibt es noch Raabs Kompositionen, die sich weniger durch kantable Melodien als durch ausgedehnte und nuancenreiche atmosphärische Flächen auszeichnen. Gerade in Momenten der Improvisation über eben jene Flächen verläuft sich doch ein wenig die Spannung, die erst mit einsetzenden Beats oder einer klaren Melodieübernahme wieder aufgebaut wird. Ebendiese Beats sind zwar selten auf »Vast Potential«, wenn sie jedoch einmal einsetzen, dann sehr gezielt und mit einer ordentlichen Wucht, die einen, je nach Aufmerksamkeitsgrad beim Zuhören, wieder oder noch genauer aufhorchen lassen. [...] Christof Dienz' perkussiv gespielte Zither trifft auf Lorenz Raabs gedämpfte Trompete, die, nicht wenig an den gedämpften Sound von Miles Davis erinnernd, in brillanter Art und Weise durch Melodie und Improvisation führt. Solche Momente sind es, die wirklich das gesamte »Vast Potential« dieser Duo-Konstellation ausreizen. Davon gibt es im Laufe der CD viele, vereinzelt lässt die Spannung jedoch auch nach und die beiden Musiker verlieren sich vorläufig in einer gewissen Richtungslosigkeit. Raab und Dienz wissen sich jedoch immer wieder aufs Neue daraus zu befreien und im Anschluss zu neuen Höhenflügen aufzusteigen [...]."
skug: RaaDie - Vast Potential (Xavier Plus, 2019), abgerufen am 19.01.2022 [https://skug.at/raadie-vast-potential/]

4. Februar 2006
Lorenz Raab heißt der Name des Trompeters, der sich in den letzten Jahren sukzessive zu einer unüberhörbaren Stimme der österreichischen Jazzszene emporgespielt hat.
Der Standard (Andreas Felber)

Diskografie
2020 One - Projekt-One-Sextett
2019 Vast Potential - RaaDie (Traumton Records)
2008 RaaDie - RaaDie (cracked anegg records)

Literatur
mica-Archiv: Lorenz Raab, mica-Artikel: Lorenz Raab/Helgi Jonsson im Konzerthaus (2008), mica-Artikel: Triotonic feat. Lorenz Raab im Porgy & Bess (2009), Pro Brass

2019 Woels, Michael Franz: "Alpine Kammermusik oder Neue Musik aus den Bergen" – Christof Dienz (Knoedel, RaaDie) im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.
2022 Ternai, Michael: Anlässlich des International Jazz Day: Ein Blick auf die österreichische Jazzszene. In: mica-Musikmagazin.
2023 mica: Musikforum 2023: "Nature’s Eve". In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links
austrian music export: Lorenz Raab
austrian music export: RaaDie
Bandcamp: Florian Klinger

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 14. 2. 2024): Biografie Lorenz Raab. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db20.musicaustria.at/node/70868 (Abrufdatum: 20. 5. 2024).